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Pokal-Blamage bei Carl Zeiss Jena – Schon wieder Sorgen um den Hamburger SV

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© RudolfSimon / CC BY-SA 3.0 / Wikimedia

Nach dem Anfang Juni in der Relegation gegen den Karlsruher SC in letzter Sekunde abgewendeten Abstieg in die 2. Bundesliga sollte beim Hamburger SV eigentlich alles besser werden. Insbesondere Retter Bruno Labbadia galt als Hoffnungsträger und strahlte während der zurückliegenden Vorbereitung nicht nur Zuversicht aus, sondern schaffte es auch, diese auf das Umfeld zu übertragen. Doch als es am gestrigen Sonntag erstmals wieder ernst wurde, hat der HSV gleich wieder versagt.


In der ersten Runde des DFB-Pokals unterlagen die Hanseaten beim FC Carl Zeiss Jena mit 2:3 nach Verlängerung und das völlig verdient. Schon der Ausgleichstreffer von Ivica Olic zum 1:1 kurz nach der Pause war irregulär, weil der Ball zuvor klar die Torauslinie überschritten hatte. Und als Michael Gregoritsch bei einer angezeigten Nachspielzeit von drei Minuten dann in der 94. Minute der Ausgleich zum 2:2 gelang, war wieder einmal die Rede vom Dusel-HSV. Allerdings zeigte der Regionalligist aus Jena eine starke Moral und ging in der Verlängerung durch Johannes Pielers ein drittes Mal in Führung, während der äußerst bieder agierende HSV nicht mehr viel zustande brachte und den Traum vom DFB-Pokal abermals frühzeitig abhaken musste.

Trainer Labbadia war im Anschluss an die Niederlage sichtlich gezeichnet: „Jena hat verdient gewonnen, sie haben mehr Leidenschaft gezeigt. Diese Leistung von uns war nicht abzusehen. Wir sind heute nicht an und über unsere Grenzen gegangen. Einfach enttäuschend“, so Labbadia, der als Konsequenz für Montag um 10 Uhr ein Training ansetzte. Labbadia konnte den Auftritt seiner Elf vor allem deshalb nicht verstehen, weil die Vorbereitung eigentlich gut verlaufen ist und nach der Rettung am Ende der letzten Saison eigentlich Optimismus vorhanden war: „Es ist nicht dieser Push rübergekommen, den wir uns in den letzten Wochen der abgelaufenen Saison erarbeitet haben.“

Am Freitag zu den Bayern

Nun wartet auf den HSV die wohl denkbar unangenehmste Aufgabe, eröffnet der Bundesliga-Dino doch am Freitagabend mit dem Gastspiel beim FC Bayern München die neue Saison. Spieler und Fans dürften die Reise nach München mit einem unguten Gefühl in der Magengegend antreten, kassierte der HSV doch bei den letzten fünf Gastspielen in der Allianz Arena satte 31 Gegentore. Ein kompletter Fehlstart in die neue Spielzeit, in der eigentlich so vieles besser werden sollte, scheint programmiert.

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