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Erzgebirge Aue: Pavel Dotchev schon weg?

© Northside [CC-BY-SA-3.0], Wikimedia

Die 2. Bundesliga hat in den kommenden Stunden wohl den nächsten Trainerwechsel zu vermelden. Am Montagabend sickerte über mehrere Medien durch, dass der spätestens seit dem 1:4 am Sonntag gegen Dynamo Dresden angezählte Pavel Dotchev bei Erzgebirge Aue seinen Rücktritt eingereicht haben soll. Und die Auer Verantwortlichen um Präsident Helge Leonhardt sollen diesem Wunsch entsprochen haben.

Offiziell hat sich der FC Erzgebirge zwar noch nicht zu der Personalie geäußert, doch zwei Dinge lassen einen Trainerwechsel als nahezu sicher erscheinen. Zum einen hat der Verein für den heutigen Dienstag um 13 Uhr zu einer Pressekonferenz eingeladen und zum anderen wurde das Training von 10 auf 15 Uhr verschoben. Heißt wohl im Umkehrschluss, dass der neue Trainer zunächst der Öffentlichkeit vorgestellt wird und danach dann direkt zum ersten Mal mit seiner Mannschaft auf dem Platz stehen soll.

Wer die Nachfolge von Dotchev, der Aue nach dem Abstieg 2015 übernommen und mit komplett neuformierter Mannschaft sofort zurück in die 2. Bundesliga geführt hat, antreten wird, ist derweil noch völlig offen. Bislang machen vor allem zwei Namen die Runde. Schon am Rande des Spiels gegen Dresden fiel in Aue der Name Steffen Baumgart. Der ehemalige Bundesliga-Stürmer ist seit seinem Aus beim Berliner AK Ende August ohne Verein und könnte sofort einspringen. Komplizierter wäre es wohl bei Marco Kurth. Der 38-Jährige, der zwischen 2000 und 2008 im Trikot der Veilchen als nimmermüder Dauerläufer zum Publikumsliebling avancierte, trainiert nicht nur aktuell die U17 des 1. FC Magdeburg, sondern absolviert zudem die Ausbildung zum Fußball-Lehrer. Kurth scheint damit nicht die Ideallösung.

Aue für viele Trainer nicht attraktiv?

Eine perfekte Lösung zu finden wird freilich ohnehin schwer, da kein Trainer den Klassenerhalt garantieren kann und namhafte Fußball-Lehrer wegen der in Aue eher unterdurchschnittlichen Verdienstmöglichkeiten und angesichts der Schwere der Aufgabe nicht so einfach für die Mission Abstiegskampf zu begeistern sein dürften.

In Frage kommen grundsätzlich sicher Kandidaten wie Holger Stanislawski (Foto), Michael Frontzeck oder Kosta Runjaic, die auch Erfahrung mit schwierigen Situationen haben. Doch dass Aue im Moment für die meisten Trainer kein wirklich attraktives Ziel ist, steht außer Frage. Ma darf auf jeden Fall gespannt sein, wen Präsident Leonhardt aus dem Hut zaubert. Eine Überraschung wie vor rund zwei Jahren mit Tomislav Stipic scheint nicht ausgeschlossen.

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