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Hannover 96: Folgt Holger Stanislawski auf Daniel Stendel?

© Northside [CC-BY-SA-3.0], Wikimedia

Am Samstag ist Hannover 96 zu Gast beim FC St. Pauli und für 96-Coach Daniel Stendel ist diese Partie gleich aus mehreren Gründen keine gewöhnliche. Zum einen spielte Stendel im Herbst seiner Karriere, konkret in der Saison 2006/07, auch noch ein Jahr für den Kiez-Klub und zum anderen steht der Trainerjob des 42-Jährigen mächtig auf der Kippe.

„Ich will jedes Spiel gewinnen. Das ist das Einzige, was ich beeinflussen kann. Schwierige Situationen gibt es in jedem Job. Ich habe trotz alledem Spaß bei der Arbeit“, zeigt sich Stendel in „Bild“ zwar fokussiert, doch gänzlich ausblenden kann der ehemalige Bundesliga-Stürmer die Spekulationen um seinen bevorstehenden Rauswurf vermutlich auch nicht.

Insbesondere auch deshalb nicht, weil sich seit der Verpflichtung von Horst Heldt als neuem Sportdirektor vor eineinhalb Jahren viele Gerüchte um mögliche Nachfolger Stendels ranken. Der zunächst heiß gehandelte Andre Breitenreiter scheint zwar kein Thema mehr zu sein und auch andere, derzeit vereinslose Trainer wie Markus Kauczinski oder Bruno Labbadia haben sich nicht weiter zu einem möglichen Interesse aus Hannover geäußert. Doch nun berichtet „Bild“, dass angeblich bereits Kontakte zu Holger Stanislawski bestehen. Der 47 Jahre alte Fußball-Lehrer arbeitet seit seinem Rücktritt beim 1. FC Köln im Mai 2013 als Leiter eines Supermarktes in der Nähe von Hamburg sowie als TV-Experte. Eine Rückkehr auf den Trainerstuhl hat Stanislawski aber nie ausgeschlossen und nachdem in den letzten Jahren Gespräche mit mehreren Vereinen nicht zum Abschluss geführt haben, könnte es nun in Hannover passen.

Definitive Entscheidung am Wochenende

Noch ist es für einen Abgesang auf Stendel aber zu früh. Denn auf St. Pauli bietet sich die Chance, die Trainerdiskussion mit einer überzeugenden Leistung und einem Sieg auch in einer anderen Richtung zu beenden. Klubboss Martin Kind hat zu Beginn der Woche auf jeden Fall betont, dass nach dem Spiel am Samstag eine definitive Entscheidung fallen werden. Demnach erfolgt entweder ein Trainerwechsel oder Stendel bleibt auf jeden Fall bis zum Ende der Saison auf der Bank.

Eine Prognose fällt im Moment schwer, doch mit einer Leistung wie am vergangenen Wochenende gegen den TSV 1860 München dürfte es Stendel eher schwer haben. Denn dass nochmals ein solch glücklicher 1:0-Erfolg mit nur einer Torchance gelingt, ist eher unwahrscheinlich.

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