Hamburger SV: Verbleib von Kyriakos Papadopoulos keine Formsache

© von Patrick Kiss (https://www.flickr.com/photos/patkiss/4544769813) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

Mit dem Heimspiel gegen den SV Darmstadt 98 wartet eine enorm wichtige Partie auf den Hamburger SV, der vor allem auch zeigen muss, dass die im Vergleich zu den Spielen zuvor deutlich schwächere Leistung beim mit 1:2 verlorenen Nordderby beim SV Werder Bremen ein Ausrutscher war.

Sehr froh dürfte Trainer Markus Gisdol darüber sein, gegen Darmstadt wieder auf Kyriakos Papadopoulos bauen zu können, der in Bremen gelbgesperrt passen musste. Der Grieche ist sowohl als Innenverteidiger als auch und vor allem als Führungsfigur kaum zu ersetzen. Auch bei offensiven Standardsituationen strahlt der HSV doppelt so viel Gefahr aus, wenn Papadopoulos auf dem Platz steht und sich mit jeder Faser seines Körpers in die Flanken wirft.

Wenig überraschend, dass man beim HSV längst darüber nachdenkt, wie man den aktuell von Bayer Leverkusen nur ausgeliehenen Abwehrspieler über diese Saison hinaus halten kann. „Papa hat auf dem Rasen und außerhalb des Platzes einen sehr hohen Stellenwert bekommen. Er geht immer voran. Wir sind sehr zufrieden mit ihm“, erklärte Sportdirektor Jens Todt nun in „Bild“ und hat diesen Aussagen offenbar auch schon Taten folgen lassen. Denn es soll bereits erste Gespräche mit Leverkusen über einen fixen Transfer im Sommer gegeben haben, die allerdings noch ganz am Anfang stehen.

Bayer hofft auf hohe Ablöse

Denn natürlich hat man auch in Leverkusen, wo Papadopoulos trotz eines bis 2020 laufenden Vertrages in den eigenen Planungen keine wirkliche Rolle mehr spielt, die guten Auftritte des 25-Jährigen in Hamburg verfolgt. Und deshalb hat man bei Bayer die nicht aussichtslose Hoffnung auf eine stattliche Ablöse im Bereich von bis zu zehn Millionen Euro.

Aktuell soll sich Leverkusen auch um andere Angebote für Papadopoulos bemühen und hofft offenbar vor allem darauf, dass Vereine aus England anbeißen, die in der Regel deutlich höhere Ablösen zu zahlen bereit sind. Sollte sich Papadopoulos aber klar zum HSV bekennen, täte sich Bayern allerdings schwer, den Verteidiger zu einem anderen Klub zu vermitteln. Letztlich gibt es in dieser Personalie aber noch zu viele unklare Punkte. Allen voran die Ligazugehörigkeit des HSV, der erst nach dem sicheren Klassenerhalt in konkrete Gespräche einsteigen kann.