1. FC Köln: Nur noch fünf Spiele mit Tony Modeste? – Sebastian Rode wohl kein Thema

Am Freitagabend hat der 1. FC Köln die Möglichkeit, mit einem Sieg gegen die TSG 1899 Hoffenheim zumindest für eine Nacht auf Platz fünf zu springen. Dafür muss sich die Mannschaft von Trainer Peter Stöger im Vergleich zu ihren letzten Auftritten im Derby gegen Borussia Mönchengladbach (2:3) und beim FC Augsburg (1:2) aber in allen Belangen steigern. Die Defensive befindet sich schon die gesamte Rückrunde über auf der Suche nach der Stabilität der Hinserie und ist immer wieder für leichtfertige Gegentore verantwortlich, während in der Offensive alle Hoffnungen auf Anthony Modeste ruhen.

Der Franzose, der mit 23 Toren für über die Hälfte der 42 Kölner Treffer verantwortlich zeichnet, kann immerhin wieder auf die Unterstützung von Yuya Osako bauen, der nach seiner Knieverletzung in Augsburg bereits von Beginn an spielte, aber noch nicht wieder an seine alte Form anknüpfen konnte. Auch deshalb, weil der Japaner kaum Bälle bekam, die er hätte weiterverarbeiten können. Darin liegt generell eines der größten Probleme im Kölner Spiel. Aus dem Mittelfeld und auch aus der Abwehrkette kommt zu wenig Konstruktives, sodass vieles an Zufall aussieht, wobei man auch konstatieren muss, dass die Spielanlage zu Beginn der Saison und vor Einsetzen des enormen Verletzungspechs deutlich besser aussah.

Nichtsdestotrotz täte dem FC hochkarätige Verstärkung für das zentrale Mittelfeld gut, wobei Manager Jörg Schmadtke Gerüchte über ein Interesse an Sebastian Rode von Borussia Dortmund entschieden dementierte. Nachvollziehbarerweise, wäre der im letzten Jahr für rund 14 Millionen Euro vom FC Bayern München nach Dortmund gewechselte Rode doch für die Geißböcke kaum finanzierbar.

Modeste vor dem Absprung?

Es sei denn, es werden außergewöhnliche Transfereinnahmen generiert, was nicht auszuschließen ist. Denn nachdem im Februar ein Angebot aus China über über 50 Millionen Euro Ablöse für Modeste abgelehnt wurde, rechnet man in Köln im Sommer mit neuen Offerten für den Torjäger. Zum einen aus China, aber zum anderen auch aus England und Frankreich, wo neben anderen Vereinen vor allem West Ham United und Olympique Marseille Interesse nachgesagt wird.

Realistisch betrachtet muss man davon ausgehen, dass Modeste nur noch fünf Spiele für den FC machen und sich dann nach zwei Jahren verabschieden wird. Gleichzeitig würde der Franzose dem FC aber die Möglichkeit eröffnen, mit viel Geld den Kader auf mehreren Positionen entscheidend zu verstärken – ob ein gleichwertiger Ersatz für den Angriff gefunden werden kann, scheint aber fraglich.