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FC Schalke 04: Ricardo Rodriguez im Visier?

Der FC Schalke 04 war ganz nah dran, die 0:2-Niederlage aus dem Hinspiel in den Niederlanden doch noch zu drehen und ins Halbfinale der Europa League einzuziehen. Doch letztlich schlug Ajax Amsterdam in der Verlängerung zurück und schaffte trotz der 2:3-Pleite in der Veltins-Arena den Sprung unter die letzten vier Mannschaften, während sich Schalke als letzter deutscher Vertreter aus dem Europapokal verabschieden musste.

Trainer Markus Weinzierl hatte nach dem Abpfiff spürbar am Ausscheiden zu knabbern: „Dass wir heute verloren haben, ist äußerst bitter und unglücklich. Es geht jetzt darum, diese Niederlage zu verdauen. Wir hätten das Halbfinale verdient gehabt, weil wir eine tolle Moral gezeigt haben. Ich kann den Spielern nur ein Kompliment für eine gute Leistung machen.“

Ebenso erging es den Schalker Spielern, wobei Torwart Ralf Fährmann richtigerweise das Hinspiel als entscheidenden Faktor für das Ausscheiden anführte: „Auch wenn man am Boden zerstört ist: Ich kann der Mannschaft ein Kompliment aussprechen. Wir haben es heute sehr, sehr gut gemacht. Das Weiterkommen haben wir in der letzten Woche verbockt.“

Für Schalke geht es nun darum, im Bundesliga-Endspurt noch die Qualifikation für die nächstjährige Europa League zu schaffen, die Investitionen auf dem Transfermarkt ein wenig erleichtern würde. Aber auch durch Verkäufe wie von Max Meyer oder Leon Goretzka, der nun laut der „Reviersport“ auch ein Thema beim FC Bayern München sein soll, würde das Transferbudget aufgebessert.

Ricardo Rodriguez zu teuer?

Für Eric Maxim Choupo-Moting und Sead Kolasinac, die beide ablösefrei gehen können und wohl auch werden, erhält Schalke dagegen voraussichtlich keinen finanziellen Gegenwert, muss aber Ersatz besorgen.

Ein Kandidat, der Kolasinac sportlich ersetzen könnte, wäre Ricardo Rodriguez vom VfL Wolfsburg. Dass der Schweizer Nationalspieler Wolfsburg schon seit längerem verlassen will, ist bekannt. Ebenso, dass der Linksfuß über eine Ausstiegsklausel verfügt, die dem Vernehmen nach bei deutlich über 20 Millionen Euro liegen soll und die nur bis zu einem bestimmten Zeitpunkt gezogen werden kann.

Für Schalke wäre eine Verpflichtung des vor allem auch von italienischen Vereinen umworbenen Rodriguez ein Kraftakt, der vermutlich nur dann zu stemmen wäre, wenn andere Leistungsträger verkauft werden. Weil aber auch andere Positionen verstärkt werden sollen, ist ein Wechsel des Schweizers nach Gelsenkirchen aber eher unwahrscheinlich.

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