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Der DFB-Pokal – Die Krönung jeder Bundesliga Saison

Wenn der Deutsche Meister gekürt und die Bundesliga Saison so gut wie beendet ist, findet in der Hauptstadt Berlin, jedes Jahr das Finale des DFB-Pokals statt. Saison für Saison, richtet der Deutsche Fußball-Bund (DFB) diesen Wettbewerb aus. Bereits seit 1935 gibt es den DFB-Pokal, wobei er bis 1943 Tschammerpokal hieß. 64 Fußball Mannschaften aus Deutschland, nehmen jährlich an dem Wettbewerb teil. Diese setzen sich aus der kompletten 1. und 2. Bundesliga zusammen, sowie aus den ersten vier Drittligisten. Des Weiteren nehmen die 21 Verbandspokalsieger der jeweiligen Landesverbände teil. Auch die restlichen drei Amateurmannschaften, die bei diesem Wettbewerb mitspielen dürfen, stammen aus Landesverbänden. Der DFB-Pokal besteht aus sechs K.o.- Runden, das heißt, gibt es nach der regulären Spielzeit einen Gleichstand zwischen den beiden Mannschaften, geht es in die Verlängerung und wenn auch dort kein eindeutiges Ergebnis erzielt werden kann, muss das Spiel per Elfmeterschießen entschieden werden. Die einzelnen Begegnungen werden jeweils ausgelost. Der Wettbewerb beginnt jedes Jahr im August und zieht sich durch die ganze Bundesliga Saison. Bereits seit 1985 ist das Olympia Stadion in Berlin, der Austragungsort für das Finale.

Mit derzeit 17 Pokalsiegen, ist der FC Bayern München alleiniger Rekordhalter. Den zweiten Platz nimmt der SV Werder Bremen, mit sechs Titeln ein, gefolgt vom FC Schalke 04, mit fünf Pokalerfolgen. Der Name des Gewinners, wird jeweils auf dem Sockel der Trophäe eingraviert. Der Schätzwert dieses Pokals liegt etwa bei 100.000 Euro.

David gegen Goliath

Aufgrund der enormen Klassenunterschiede zwischen den Gegnern, kommt es in den ersten Runden, häufig zu sogenannten Kantersiegen. Für die Amateurmannschaften, ist es jedoch schon ein einzigartiges Erlebnis, wenn sie gegen die Profifußballer aus der Bundesliga antreten dürfen oder diese sogar zu ihnen, in das heimische Stadion, kommen. Und doch, sollten sich die Top Klubs der Liga nicht immer allzu sicher sein, denn schon so mancher namhafte Bundesligist, erlebte in solchen Spielen sein blaues Wunder und schied gegen einen Amateurverein aus. Wie heißt es schließlich so schön, „der Pokal hat seine eigenen Gesetze“. Die Blamage ist in solchen Fällen natürlich groß und der Spott, ist diesen Mannschaften gewiss. Sogar der große FC Bayern ist davor nicht gefeit. So schaffte es in der Saison 1994/95, der Regionalligist TSV Vestenbergsgreuth, den Top Favorit aus dem Pokal zu werfen. Dies war jedoch bei Weitem nicht die einzige Überraschung, in der langen Geschichte des DFB-Pokals. Auch im Elfmeterschießen, spielten sich so manche dramatische Szenen ab. Aber gerade durch die Einzigartigkeit der Partien und den immensen Klassenunterschied, ist der Pokal, nicht nur bei den Fans, so beliebt.

Absoluter Rekord-Torschütze in diesem Wettbewerb, ist Gerd Müller. Er konnte insgesamt 78 Tore im DFB-Pokal erzielen. Die meisten Spiele absolviert, hat Mirko Votava, mit 79 Partien. Mit sieben gewonnenen Titeln, ist Bastian Schweinsteiger der erfolgreichste Fußball-Profi des DFB-Pokals. Der noch aktive Fußballer, hat sogar die Möglichkeit, diesen Rekord noch weiter auszubauen.