1. FC Nürnberg: Manuel Schäffler statt Simon Terodde?

Manuel Schäffler
Aktuell noch beim SV Wehen Wiesbaden: Manuel Schäffler.
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14.08.2020 - 09:53 | von Johannes Ketterl

Auf der Suche nach einem neuen Mittelstürmer hat der 1. FC Nürnberg nicht nur Simon Terodde vom 1. FC Köln im Blick. Auch Manuel Schäffler, der trotz des Abstiegs mit dem SV Wehen Wiesbaden mit 19 Toren eine starke Saison gespielt hat, scheint in den Überlegungen der Franken eine Rolle zu spielen.

Wie der "kicker" berichtet, soll der schon seit längerem vage mit Schäffler in Verbindung gebrachte FCN seine Bemühungen um den 31 Jahre alten Angreifer nun intensiviert haben. Mitverantwortlich dafür ist der neue Sportvorstand Dieter Hecking, der noch vor wenigen Wochen Schäffler auch in seiner früheren Funktion als Trainer des Hamburger SV im Visier hatte.

Während der HSV nach dem Abgang von Hecking offenkundig umgeplant und dem Vernehmen nach kein Interesse mehr an Schäffler hat, ist im Nürnberger Sturm nach den Abgängen von Mikael Ishak (Lech Posen) und Michael Frey (war von Fenerbahce Istanbul ausgeliehen) definitiv Bedarf vorhanden. Erst recht, wenn auch noch mit Robin Hack der beste Torschütze der vergangenen Saison (zehn Treffer) den Verein verlassen sollte. Der 21-Jährige gilt als Kandidat beim 1. FC Köln, soll laut "Sky Sports" nun aber auch beim englischen Zweitligisten FC Brentford Begehrlichkeiten geweckt haben.

Eine hohe Ablöse für Hack würde dabei das Werben um Schäffler etwas erleichtern. Denn für den noch bis 2021 gebundenen Torjäger wird der SV Wehen Wiesbaden sicherlich noch Geld sehen wollen. Weil der SVWW gleichzeitig Schäffler aber kaum in einem Jahr ablösefrei ziehen lassen möchte, dürfte eine Verhandlungsbereitschaft des Zweitliga-Absteigers vorhanden sein. Erst recht natürlich, wenn der Stürmer selbst intern deutlich macht, die Möglichkeit zum Verbleib in der 2. Bundesliga nutzen zu wollen.

Aktuell stehen mit Adam Zrelak, Fabian Schleusener und Felix Lohkemper drei gestandene Angreifer im Aufgebot, die allerdings auch alle auf Außen eingesetzt werden können. Der 19-jährige Paul-Philipp Besong benötigt unterdessen nach einem Kreuzbandriss noch mehrere Monate Zeit, um wieder zu einer Alternative zu werden, fällt aber ohnehin in die Kategorie Perspektivspieler.