1. FC Nürnberg: Poker um Robin Hack?

Robin Hack
Robin Hack will kommende Saison erstklassig spielen.
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12.02.2021 - 12:36 | von Johannes Ketterl

Beim 1. FC Nürnberg herrscht gut zwei Wochen vor dem Heimspiel in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen RB Leipzig zumindest der Anflug von Euphorie. Der 5:2-Sieg im Testspiel am vergangenen Wochenende gegen die TSG 1899 Hoffenheim hat auf jeden Fall die Hoffnung geweckt, die mit dem erst in der Relegation geschafften Klassenerhalt verkorkste Vorsaison schnell vergessen lassen und in höheren Tabellenregionen der 2. Bundesliga mitspielen zu können.

Ein Hoffnungsträger dabei ist neben dem neuen Trainer Robert Klauß, dessen aktive Spielphilosophie gegen Hoffenheim schon sehr gut umgesetzt wurde, weiterhin auch Robin Hack. Der Offensivspieler, der am gestrigen Donnerstag seinen 22. Geburtstag feierte, sieht seine Zukunft aber trotz eines bis 2023 laufenden Vertrages nicht mehr unbedingt beim Club.

Vielmehr soll sich der U21-Nationalspieler nach Informationen der "Sport Bild" bereits mit dem 1. FC Köln einig sein und intern auch auf einen Wechsel in die Bundesliga drängen. Allerdings entspricht das Kölner Angebot von zwei Millionen Euro Ablöse noch bei weitem nicht den Nürnberger Vorstellungen. Dem Vernehmen nach verlangen die Franken in etwa das Doppelte. Zur Zahlung einer solchen Ablöse dürfte der finanziell alles andere als auf Rosen gebettete 1. FC Köln aber kaum in der Lage sein.

Klauß setzt auf Hack

Trainer Klauß beschäftigt sich unterdessen nicht mit dem offenkundig vorhandenen Wechselwunsch des Offensivspielers, der aktuell während des Trainingslagers in Saalfelden aufgrund einer Prellung nur individuell trainieren kann. Stattdessen macht Klauß keinen Hehl aus seiner Wertschätzung für Klauß, der in den Planungen unverändert auch eine wichtige Rolle spielt. "Robin ist ein super Spieler, den wir einfach brauchen, mit dem wir planen. Er ist jung, hochtalentiert und hat noch extrem viel Potenzial nach oben. Wenn er in der richtigen Position an den Ball kommt, dann ist er eine Waffe", so der FCN-Coach, der allerdings wohl erst nach dem Transferschluss am 5. Oktober sicher sein kann, weiter auf Hack bauen zu können.

Bis dahin scheint nichts ausgeschlossen. Insbesondere dann, sollte der 1. FC Köln Jhon Cordoba noch für teures Geld abgeben, hätten die Geißböcke wohl die nötigen Mittel, um bei Hack nachzulegen.