Eintracht Braunschweig: Niklas Kreuzer an der Angel?

Niklas Kreuzer
Niklas Kreuzer ist aktuell ohne Klub.
Foto: imago images / photoarena/Eisenhuth
27.10.2020 - 18:23 | von Johannes Ketterl

Nach der klaren 0:3-Niederlage beim SSV Jahn Regensburg und damit zugleich der dritten Pleite im dritten Auswärtsspiel hofft Eintracht Braunschweig am Samstag im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg wieder auf Zählbares. Gegen die Franken muss der BTSV indes auch fast schon punkten, um nach bislang lediglich vier Zählern aus fünf Begegnungen nicht längerfristig auf den Abstiegsplätzen hängen zu bleiben.

Im Vorfeld des Duells der beiden Altmeister aus den 60er-Jahren beschäftigt Braunschweigs Trainer Daniel Meyer auch wieder die Frage nach der Besetzung der linken Abwehrseite. Unabhängig von Dreier- oder Viererkette war dort eigentlich Niko Kijewski als feste Größe eingeplant, doch der 24-Jährige erlitt am zweiten Spieltag beim torlosen Remis gegen Holstein Kiel einen Kreuzbandriss und fällt noch mehrere Monate aus.

Nachdem ein erster Versuch mit Innenverteidiger Robin Ziegele als Aushilfe gescheitert war, empfahl sich zunächst Youngster Nico Klaß, der dann aber in Regensburg einen rabenschwarzen Tag erwischte und vorzeitig mit Gelb-Rot vom Platz musste. Weil Trainer Daniel Meyer offenkundig nur bedingt gewillt ist, auf Lasse Schlüter und damit den neben Kijewski zweiten Linksverteidiger im Kader zu setzen, ist guter Rat teuer.

Kreuzer zuletzt mit Dresden abgestiegen

Als Ausweg bleibt möglicherweise nur, sich auf dem Markt der ablösefreien Profis zu bedienen. Während es um den vor einigen Wochen gehandelten Matthias Ostrzolek, der zuletzt just für Erzrivale Hannover 96 spielte und seit 1. Juli ohne Klub ist, ruhig geworden ist, nennt das Portal "abseits.tv" nun mit Niklas Kreuzer einen weiteren Akteur, der seit dem Ende der vergangenen Saison ohne Anstellung ist. Der 27-Jährige, der vergangene Saison den Abstieg mit Dynamo Dresden nicht vermeiden konnte, soll ein Wunschspieler von Trainer Meyer sein und auch schon mit Sportdirektor Peter Vollmann gesprochen haben.

Möglich, dass das Thema Kreuzer in den nächsten Tagen richtig heiß wird, wenngleich der Sohn von KSC-Sportchef Oliver Kreuzer sich als Rechtsfuß auf der rechten Seite etwas wohler fühlt. Kreuzer hat indes auch schon auf der linken Außenbahn defensiv wie offensiv Erfahrungen sammeln können.