FC St. Pauli: Veerman-Nachfolger gefunden?

Simon Makienok
Vergangene Saison in Dresden, bald auf St. Pauli? Simon Makienok.
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29.08.2020 - 06:39 | von Johannes Ketterl

Der Abgang von Henk Veerman hat den FC St. Pauli am gestrigen Freitagvormittag im Mark erwischt. Trotz langer Verletzungspause und deshalb nur 22 Einsätzen verbuchte der niederländische Angreifer in der vergangenen Saison elf Treffer und war damit interner Torschützenkönig - zusammen mit Dimitrios Diamantakos, der sich Hajduk Split angeschlossen hat. Weil auch der von Birghton & Hove Albion nur ausgeliehene Viktor Gyökeres, der sieben Mal erfolgreich war, nach jetzigem Stand nicht weiter eingeplant werden kann, fehlen St. Pauli 29 von 41 Saisontoren.

Veermans Wechsel zum SC Heerenveen spült ein Jahr vor Vertragsende des 2,01 Meter großen Angreifers zumindest noch eine stattliche Ablöse in die Kassen. 1,5 Millionen Euro überweist der niederländische Erstligist laut "Bild" sofort. Durch erfolgsabhängige Zuzahlungen können darüber hinaus noch rund 400.000 Euro hinzukommen. Angesichts eines andernfalls drohenden, ablösefreien Abgangs im Sommer 2021 aus wirtschaftlicher Sicht ein gutes Geschäft für die Kiezkicker.

St. Pauli benötigt nach dem Verlust der drei Angreifer aber natürlich unbedingt Ersatz. Während man bei Gyökeres die Hoffnung auf eine neuerliche Ausleihe noch nicht aufgegeben hat, soll neben dem vom SV Wehen Wiesbaden gekommenen Daniel-Kofi Kyereh mindestens noch ein weiterer Stürmer verpflichtet werden.

Makienok mit guter Quote in Dresden

Und dabei gibt es offenbar auch schon einen sehr konkreten Kandidaten, der ähnliche physische Voraussetzungen für Veerman mitbringt. Laut mehreren Medienberichten befindet sich Simon Makienok im Anflug aufs Millerntor. Der 29 Jahre alte Däne, ebenfalls 2,01 Meter groß, soll demnach am gestrigen Freitag schon zum Medizincheck in Hamburg gewesen sein.

Makienok kam im Winter vom FC Utrecht zu Dynamo Dresden und verbuchte eine aus persönlicher Sicht ordentliche Quote von drei Toren in neun Zweitliga-Spielen. Mehr Einsätze verhinderte unter anderem ein ebenso umstrittener wie positiver Corona-Test, den der Angreifer selbst öffentlich machte. Nun könnte Makienok auf St. Pauli die Chance erhalten, sich über einen längeren Zeitraum hinweg in Deutschland zu beweisen. Möglich, dass schon am heutigen Samstag Vollzug gemeldet wird.