Fortuna Düsseldorf: Der Druck wächst

Uwe Rösler
Bislang hinter den Erwartungen: Uwe Rösler.
Foto: imago images / Joachim Sielski
25.10.2020 - 08:34 | von Johannes Ketterl

Vor zehn Tagen hat sich Fortuna Düsseldort bei der Bekanntgabe des offiziellen Saisonziels als Einheit präsentiert. Vorstand, Trainerteam und Mannschaft gaben offen die direkte Rückkehr in die Bundesliga als Ziel aus, konnten die Ansage aber anschließend noch nicht mit Leistung untermauern. Vielmehr reichte es zunächst gegen den SSV Jahn Regensburg nur zu einem 2:2 und am gestrigen Samstag wurde dann bei Hannover 96 glatt mit 0:3 verloren.

Unter dem Strich stehen nach fünf Spieltagen enttäuschende vier Punkte und ein 16. Tabellenplatz, der nicht ansatzweise den Erwartungen entspricht. Schwierig gestaltet sich die Lage in Düsseldorf darüber hinaus auch deshalb, weil Konkurrenten im Aufstiegsrennen wie der Hamburger SV, Hannover und auch Holstein Kiel frühzeitig zu enteilen drohen.

Die kommenden beiden Partien vor der nächsten Länderspielpause am Freitag gegen den 1. FC Heidenheim und eine Woche später beim 1. FC Nürnberg sind nun nicht nur als schwierige Aufgaben, sondern auch schon als richtungsweisend einzustufen. Fällt die Ausbeute erneut mager aus und verbleibt die Fortuna im Tabellenkeller, droht Unruhe aufzukommen, die die Verantwortlichen im Moment noch vermeiden wollen.

Kein Torschuss in Hannover

Zwangsläufig würde dann auch Trainer Uwe Rösler in den Blickpunkt rücken, der vergangene Saison den Abstieg nicht mehr vermeiden konnte, die Mannschaft aber dennoch spürbar weiterentwickelt hat. Eine solche Entwicklung ist aktuell gerade im Offensivspiel nicht zu erkennen, was sich bestens an keinem einzigen Torschuss in Hannover ablesen lässt.

Schon jetzt nimmt der Druck auf Rösler zu und natürlich weiß auch der 51-Jährige, dass schleunigst Erfolge her müssen."Wir müssen Punkte sammeln, wir haben zu wenige Punkte", so Rösler, der sich angesprochen auf seine persönliche Situation gegenüber dem "Kicker" noch keine Sorgen macht. "Ich fühle Vertrauen. Die Kommunikation ist sehr gut mit den Verantwortlichen", so der Coach über den Status quo, der bei weiteren Negativerlebnissen aber kaum in Stein gemeißelt sein dürfte.