Fortuna Düsseldorf: Endspiel für Uwe Rösler?

Uwe Rösler
Aktuell mit seiner Mannschaft deutlich hinter den Erwartungen: Uw Rösler.
Foto: imago images / Revierfoto
01.12.2020 - 19:33 | von Johannes Ketterl

Dank sieben Punkten aus den drei Spielen zuvor gegen den 1. FC Heidenheim (1:0), beim 1. FC Nürnberg (1:1) und gegen den SV Sandhausen (1:0) trat Fortuna Düsseldorf am Montag die kurze Anreise zum Gastspiel beim VfL Bochum durchaus selbstbewusst an, kassierte dann aber eine herbe 0:5-Schlappe, bei der von Anfang an alles schief lief. Der frühe Platzverweis für Kristoffer Peterson nach einer Notbremse und der zugleich verhängte Elfmeter zum 0:1 brachten Düsseldorf von Anfang an auf die Verliererstraße und in Unterzahl wurde es dann im zweiten Durchgang noch richtig bitter.

Unter dem Strich stehen damit nur enttäuschende elf Punkte nach neun Spielen und ein zwölfter Tabellenplatz, der den Erwartungen so gar nicht entspricht. Kurz vor dem Saisonstart hatten sich Mannschaft, Trainer Uwe Rösler und die Führung noch offen dazu bekannt, auf direktem Weg die Rückkehr in die Bundesliga schaffen zu wollen, doch spricht im Moment wenig dafür, dass dieses Ziel erreicht wird.

Das 0:5 in Bochum, das wegen der langen Unterzahl zumindest teilweise gesondert bewertet muss, war dabei nicht das erste Spiel, in dem die Fortuna offensiv harmlos blieb. Nur acht Tore sind die schlechteste Ausbeute aller Klubs und auch auf fehlende Struktur im Spiel nach vorne zurückzuführen. Sicherlich mit dafür verantwortlich ist Coach Rösler, der öffentlich auch stark in der Kritik steht, von den Vorständen Klaus Allofs und Uwe Klein nach einer Krisensitzung am Dienstagmorgen aber Rückendeckung erhielt.

Nur eine kurze Pause bis zum Spiel gegen Darmstadt

Wie lange diese aufrechterhalten werden kann und ob Rösler das Vertrauen vielleicht auch deshalb ausgesprochen wurde, weil die nächste Partie gegen den SV Darmstadt 98 bereits am Freitag ansteht, damit wenig Zeit für einen Trainerwechsel geblieben wäre, ist offen. Klar scheint aber, dass sich Rösler nicht mehr viele Pleiten erlauben darf, soll es nicht noch unruhiger werden als ohnehin schon. Denkbar auch, dass die Begegnung gegen Darmstadt schon ein Endspiel ist, in dem eine überzeugende Leistung samt gutem Ergebnis her muss, damit Rösler weiter arbeiten darf.