Hannover 96: Linton Maina nach Belgien?

Linton Maina
Weckt weiter andernorts Begehrlichkeiten: Linton Maina.
Foto: imago images / Joachim Sielski
01.09.2020 - 06:39 | von Johannes Ketterl

Mit dem Gastspiel bei den Würzburger Kickers hat Hannover 96 für die erste Runde des DFB-Pokals eines der schwierigsten Lose erwischt. Beim Zweitliga-Aufsteiger erwartet die Niedersachsen auf jeden Fall kein Spaziergang. Auch deshalb nicht, weil der Kader von Trainer Kenan Kocak nach wie vor bei weitem nicht komplett ist.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass sich 96 noch auf vier bis fünf Positionen verstärken möchte, sich die Gespräche bezüglich der Wunschspieler aber als nicht einfach erweisen. So scheinen kaum Chancen auf eine Verpflichtung von Victor Palsson vorhanden, den der SV Darmstadt 98 auf keinen Fall abgeben möchte. Gesprächsbereit sind die Lilien hingegen bei Torjäger Serdar Dursun, wollen, den auch von türkischen Vereinen umworbenen Angreifer aber nicht für kleines Geld ziehen lassen.

Dennoch ist möglich, dass Dursun in den kommenden Wochen noch in Hannover aufschlägt. Das ist auch beim schon seit geraumer Zeit heiß gehandelten Tolgay Arslan nicht ausgeschlossen. Fenerbahce Istanbul würde den 30-Jährigen, der in Paderborn geboren wurde und in Deutschland unter anderem bei Borussia Dortmund und beim Hamburger SV spielte, inzwischen gerne abgeben.

Mindestens acht Millionen Euro für Maina?

So ist der Mittelfeldspieler aktuell vom Training freigestellt, um sich einen neuen Verein suchen zu können. Knackpunkt soll laut der "Neuen Presse" aber das Gehalt Arslans sein, der bei Fenerbahce drei Millionen Euro netto pro Saison verdienen soll. Zu einem gewissen Entgegenkommen wäre Arslan zwar bereit, aber nicht in der Größenordnung, die für ein Engagement in Hannover nötig wäre. Und ob das finanziell angeschlagene Fenerbahce einen stattlichen Teil von Arslans Gehalt weiterzahlen würde, erscheint zumindest fraglich.

Erweitern würde die Freiräume Hannovers auf dem Transfermarkt ein teurer Verkauf von Linton Maina. Nachdem dessen Wechsel zum VfL Wolfsburg aufgrund eines zu geringen Angebots der Wölfe in Höhe von 3,5 Millionen Euro nicht zustande gekommen ist, plant 96 eigentlich mit dem U21-Nationalspieler. Nun soll Meldungen aus Belgien zufolge aber auch der KAA Gent seine Fühler ausgestreckt und bereits sechs Millionen Euro geboten haben. Für Hannover offenbar noch immer zu wenig, soll sich die Ablöseforderung doch laut der "Neuen Presse" auf mindestens acht Millionen Euro belaufen.