Hannover 96 plant mit kleinerem Kader und ablösefreien Verstärkungen

Martin Kind Hannover 96
Macht sich schon Gedanken über die neue Saison: Martin Kind
Foto: IMAGO / HJS
26.02.2021 - 06:53 | von Johannes Ketterl

Mit der 2:3-Niederlage am vergangenen Wochenende bei Fortuna Düsseldorf sind die Hoffnungen bei Hannover 96 auf den Aufstieg in die Bundesliga auf ein Minimum geschrumpft. Theoretisch ist es zwar natürlich weiterhin möglich, die neun Punkte Rückstand auf das aktuelle Spitzenquartett aufzuholen, doch realistischerweise müssen sich die Niedersachsen mit einem dritten Zweitliga-Jahr in Folge beschäftigen.

Diesbezüglich haben die Planungen auch schon begonnen, die ein abermals reduziertes Budget umfassen, wie Geschäftsführer Martin Kind gegenüber der "Neuen Presse" zumindest zwischen den Zeilen andeutete: "Wir wollen möglichst nur ablösefreie Spieler verpflichten. Da­­rü­­ber hinaus wird der Ka­der reduziert."

Nichtsdestotrotz sollen aktuelle Leistungsträger mit auslaufenden Verträgen nach Möglichkeit gehalten werden. Das gilt sowohl für Timo Hübers, mit dem derzeit Gespräche laufen, als auch für Genki Haraguchi, der seinen Verbleib an den Aufstieg geknüpft hat. Kind hat aber die Hoffnung nicht aufgegeben, den Japaner auch von einem weiteren Zweitliga-Jahr mit 96 überzeugen zu können: "Wir werden noch mal mit ihm reden, auch über einen Verbleib bei uns in der 2. Liga."

Klar ist für Kind unterdessen, mit Trainer Kenan Kocak und Sportdirektor Gerhard Zuber in die neue Saison gehen zu wollen, deren Zusammenarbeit in der Vergangenheit dem Vernehmen nach nicht immer optimal war. "Sie wissen, dass es um 96 geht und nicht um Kocak oder Zuber. Ihre gemeinsame Aufgabe ist 96. Wir müssen die Spielregeln der Entscheidungsprozesse entwickeln und zu gemeinsamen Entscheidungen kommen", hat der 96-Boss eine unmissverständliche Forderung an seine sportliche Leitung.