HSV: Julian Pollersbeck vor dem Absprung

Julian Pollersbeck
Julian Pollersbeck steht vor dem Abschied aus Hamburg.
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14.09.2020 - 07:35 | von Johannes Ketterl

Am heutigen Montag wird es für den Hamburger SV erstmals seit dem 1:5-Debakel gegen den SV Sandhausen am letzten Spieltag der vergangenen Saison wieder ernst. In der ersten Runde des DFB-Pokals erwartet die Hanseaten bei Dynamo Dresden eine knifflige Aufgabe, die die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune lösen sollte, damit nicht schnell wieder Unruhe aufkommt.

Das Hamburger Tor hüten wird in Dresden Daniel Heuer Fernandes, der sich nicht ganz unerwartet gegen Tom Mickel durchgesetzt hat, wenngleich Coach Thioune den im Vorjahr vom SV Darmstadt 98 gekommenen Schlussmann im Rahmen der Pressekonferenz zum Dresden-Spiel noch nicht explizit zur Nummer eins ausrufen wollte.

Klar ist dafür, dass Julian Pollersbeck im Rennen um den Platz im HSV-Tor keine Rolle spielt. Schon vergangene Woche hat sich Thioune darauf festgelegt, dass der 26-Jährige allenfalls als dritter Keeper eingeplant sei. Auch deshalb, weil Pollersbeck aus Sicht von Thioune nicht den Eindruck erweckte, noch voll mit dem Kopf in Hamburg zu sein.

Lyon bietet 500.000 Euro

Dass der HSV dem U21-Europameister von 2017, der im selben Jahr für stattliche 3,5 Millionen Euro vom 1. FC Kaiserslautern verpflichtet wurde, schon in den zurückliegenden Transferperioden keine Steine in den Weg gelegt hätte, ist kein offenes Geheimnis. Die passende Offerte für Pollersbeck flatterte aber offenkundig nicht ins Haus. Auch in diesem Sommer nicht, in dem unter anderem Gespräche mit dem 1. FC Union Berlin und dem VfB Stuttgart nicht zu einem Abschluss führten.

Nun aber könnte sich für Pollersbeck eine Option auftun und für den HSV zugleich die Chance, ein knappes Jahr vor Vertragsende zumindest noch eine kleine Ablöse für den Torwart zu erzielen. Laut der "L'Equipe" soll Olympique Lyon dem HSV ein Angebot über 500.000 Euro unterbreitet haben. Pollersbeck würde beim Champions-League-Halbfinalisten der vergangenen Saison hinter Anthony Lopes die Nummer zwei. Noch ist aber offen, ob es zu einer Einigung kommt.