HSV: Verstärkt Marko Mihojevic die Defensive?

Marko Mihojevic
Vergangene Saison in Aue, bald beim HSV? Marko Mihojevic.
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25.08.2020 - 19:11 | von Johannes Ketterl

Mit den Verpflichtungen von Amadou Onana (TSG 1899 Hoffenheim), Klaus Gjasula (SC Paderborn) und Simon Terodde (1. FC Köln) hat sich der Hamburger SV in der aktuellen Sommertransferperiode bislang vergleichsweise zurückgehalten. Abgeschlossen sind die Planungen beim HSV aber trotz der Ankunft der neuen "Säulenspieler" Gjasula und Terodde noch lange nicht.

Wie Gjasula im defensiven Mittelfeld und Terodde als Torgarant soll auch noch ein neuer Innenverteidiger Teil einer neuen Achse werden, die für mehr Stabilität sorgen soll als es in den vergangenen beiden Jahren der Fall war.

"Wir werden in der Innenverteidigung auf jeden Fall noch was machen müssen, das haben wir immer gesagt. Wir brauchen eine Säule auf dieser Position. Es kann durchaus sein, dass auch noch ein Zweiter dazukommt", machte Sportvorstand Jonas Boldt gegenüber der "Morgenpost" kein Geheimnis daraus, auf welcher Position aktuell die Priorität liegt.

Und möglicherweise hat der HSV nach vagen Spekulationen in den letzten Wochen um Lasse Sobiech (1. FC Köln) und Toni Leistner (Queens Park Rangers) auch schon einen konkreten Kandidaten im Blick. Denn nach Informationen von "Sport 1" sollen sich die Hanseaten für Marko Mihojevic interessieren, der die 2. Bundesliga aus seiner Zeit bei Erzgebirge Aue in der zurückliegenden Spielzeit bestens kennt.

Mihojevic für Aue zu teuer

Der 24 Jahre alte Bosnier war von PAOK Saloniki aber nur nach Aue verliehen und eine Weiterverpflichtung für den FC Erzgebirge letztlich zu teuer. Sportlich aber hat der 1,91 Meter große Abwehrspieler überzeugt und offenbar auch andernorts Eindruck hinterlassen. Denn auch bei Bundesligisten soll Mihojevic auf dem Zettel stehen. Das freilich ist auch nichts ganz Neues, wurde der dreifache A-Nationalspieler doch bereits im Winter mit Werder Bremen in Verbindung gebracht.

Klar scheint, dass Saloniki Mihojevic wohl ziehen lassen würde, wenn die Ablöse stimmt. Aue hätte dem Vernehmen nach eine Kaufoption über 800.000 Euro besessen. In ähnlicher Größenordnung dürften sich nun auch die Forderungen der Griechen an andere Klubs bewegen.