SC Paderborn vor Verpflichtung von Dominik Wydra

Dominik Wydra
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19.06.2015 - 09:42 | von Johannes Ketterl

Wenn der SC Paderborn am heutigen Sonntag zu seinem finalen Testspiel dieser Vorbereitung den englischen Erstliga-Aufsteiger FC Watford erwartet, wird Trainer Markus Gellhaus mit hoher Wahrscheinlichkeit die elf Spieler auf den Platz schicken, die dann auch am nächsten Wochenende zum Auftakt der 2. Bundesliga beim VfL Bochum beginnen werden.

Von den sieben Neuzugängen werden vermutlich nur die erfahrenen Niklas Hoheneder (RB Leipzig), Marcel Ndjeng (Hertha BSC) und Nick Proschwitz (FC Brentford) in der ersten Elf stehen, während Ersatzkeeper Daniel Heuer Fernandes (VfL Osnabrück) ebenso wie die Talente Florian Ruck (TSG 1899 Hoffenheim II), Marc Brasnic (Bayer Leverkusen) und Khaled Narey (Borussia Dortmund II) vermutlich zunächst auf der Bank Platz nehmen müssen.

Zu den bisherigen Neuen wird aller Voraussicht nach noch mindestens ein Akteur für das zentrale Mittelfeld kommen, tendenziell sogar zwei. Und wie aus Österreich verlautet, gibt es für diese Position schon einen konkreten Kandidaten. So berichten mehrere Medien in der Alpenrepublik übereinstimmend davon, dass Dominik Wydra von Rapid Wien unmittelbar vor einem Wechsel an die Pader stehen soll. Der 21-Jährige, der im Mittelfeld zentral defensiv und offensiv eingesetzt werden kann, wurde vor einigen Wochen auch schon mit dem Karlsruher SC in Verbindung gebracht, doch die Badener haben offenbar von einer Verpflichtung des U-21-Nationalspielers Österreich Abstand genommen. Anders als der SCP, der nun zuzuschlagen scheint und laut dem „Kurier“ schon heute alles klar machen könnte. Wydra soll jedenfalls gemeinsam mit seinem Berater Max Hagmayr heute in Paderborn ankommen, wo dann vermutlich die letzten Details einer Zusammenarbeit besprochen werden.

Drei zentrale Mittelfeldspieler weg

Dass Paderborn im Mittelfeldzentrum noch einmal nachbessert, ist nur zu verständlich. Denn während für diese Position noch kein Spieler gekommen ist, gingen mit Patrick Ziegler (1. FC Kaiserslautern), Mario Vrancic (SV Darmstadt 98) und Lukas Rupp (VfB Stuttgart) gleich drei Profis, die vergangene Saison mehr oder weniger regelmäßig als Sechser bzw. Achter eingesetzt wurden.

Wydra und auch ein eventueller weiterer Neuzugang dürfte in Bochum aber tendenziell nicht gleich in der Startelf stehen. Vielmehr dürfte Coach Gellhaus den Akteuren vertrauen, die sich in den Wochen der Vorbereitung einen Platz sichern konnten. Über kurz oder lang wird mit Wydra aber sicherlich als einem Teil der Doppelsechs geplant.