Werder Bremen auf Stürmersuche – Zoller, Berggreen oder Hennings auf der Liste?

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© Marco Verch / CC BY 2.0 / Wikimedia

Der plötzliche Abgang von Franco di Santo in Richtung FC Schalke 04 stellt den SV Werder Bremen knapp drei Wochen vor dem Start in die neue Bundesliga-Saison – pikanterweise gegen Schalke und di Santo – vor ein Problem. Aktuell ist mit Anthony Ujah nur ein gestandener Angreifer unter Vertrag, womit die Personaldecke in Sachen Offensive natürlich viel zu dünn ist.


Kein Wunder, dass Sportdirektor Thomas Eichin in diesen Tagen mit Hochdruck nach einem Nachfolger für di Santo sucht, wobei dessen Hinhaltetaktik der letzten Wochen mit Aussagen, die auf eine Bereitschaft zur Verlängerung in Bremen schließen ließen, die Suche nach einem neuen Stürmer erschwert hat. So sind inzwischen einige Kandidaten wie etwa der bei der TSG 1899 Hoffenheim untergekommene Kevin Kuranyi vom Markt und Werder muss sich mit Spielern befassen, die noch vor wenigen Wochen eher als B-Lösung gegolten hätten.

Profis wie Peniel Mlapa (Borussia Mönchengladbach), Artjoms Rudnevs (Hamburger SV), Moa Abdellaoue (VfB Stuttgart) und Sandro Wagner (Hertha BSC), die bei ihren aktuellen Vereinen ausgemustert wurden und sich auf der Suche nach einem neuen Klub befinden, spielen in der Bremer Überlegungen indes keine Rolle. Anders als Vedad Ibisevic, wobei Bremen kaum die vier Millionen Euro Ablöse bezahlen wird, die im bis 2017 laufenden Vertrag des Bosniers beim VfB Stuttgart verankert sind.

Claudio Pizarro eher kein Thema

Diskutiert wird an der Weser eine Rückkehr von Claudio Pizarro, die sich vor allem die Fans wünschen. Nüchtern betrachtet wäre der mittlerweile 36 Jahre alte Peruaner aber sicherlich keine Optimallösung. So fiel Pizarro vergangene Saison immer wieder verletzt aus und ist selbst nach eigenen Angaben kaum dazu in der Lage, über 34 Spieltage Vollgas zu geben. Hinzu kommt das sicherlich stattliche Gehalt, das Werder eher nach anderen Optionen Ausschau halten lässt.


Der „Kicker“, gegenüber dem Eichin von rund 100 Stürmer-Angeboten seit dem di Santo-Abgang berichtete, bringt spekulativ vielmehr drei Akteure ins Gespräch, die noch Entwicklungspotential besitzen und auch finanziell den Rahmen nicht sprengen würden. Dabei handelt es sich um Emil Berggreen von Eintracht Braunschweig, Rouwen Hennings vom Karlsruher SC und Simon Zoller vom 1. FC Köln. Braunschweig und der KSC haben allerdings bereits klar gemacht, ihre Stürmer nicht ziehen lassen zu wollen und nachdem sich Zoller im zweiten Anlauf in Köln bisher gut präsentiert, dürften die Geißböcke erst einmal auch kein Interesse an einem Verkauf haben.