Eintracht Frankfurt: Torwartduell vor dem Start offen – Bruno Hübner soll verlängern

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© xtranews.de (Flickr: IMG_9394.jpg) / CC BY 2.0 / Wikimedia

Mit dem 3:0 beim Bremer SV hat Eintracht Frankfurt am Samstag souverän die zweite Runde im DFB-Pokal erreicht, in der erst einmal weitere Einnahmen von 268.000 Euro garantiert sind, die sich durch ein erneutes Weiterkommen ebenso wie durch Zuschauereinnahmen noch deutlich erhöhen können. Allgemein ist die Stimmung rund um die Eintracht eine Woche vor dem Start in die neue Bundesliga-Saison ausgesprochen positiv, was nicht zuletzt an der Rückkehr des allseits beliebten Trainers Armin Veh liegt, der mit seiner offenen Art deutlich besser ankommt als der verschlossene Thomas Schaaf, der sich mit großen Teilen der Mannschaft überworfen haben soll.


Aber auch einige den Kader betreffende Personalien wie die Verpflichtungen von David Abraham und Luc Castaignos tragen zu einer guten Stimmung bei. Maßgeblich verantwortlich für die guten Transfers sowie auch die eminent wichtige Vertragsverlängerung mit Carlos Zambrano war Sportdirektor Bruno Hübner, der selbst vor einer Verlängerung über 2016 hinaus steht. „Natürlich möchten wir ihn halten. Bruno Hübner ist in jedem Jahr besser geworden“, macht Frankfurt Vorstandsboss Heribert Bruchhagen in „Bild“ kein Geheimnis daraus, mit dem 2011 vom MSV Duisburg geholten Manager weiter arbeiten zu wollen und Hübner selbst dürfte ebenfalls kein großes Interesse an einer Veränderung haben.

Hradecky der Wunschkeeper von Veh

Eine Veränderung gab es im Tor der Eintracht, wo Kevin Trapp letztlich für gut neun Millionen Euro an Paris St. Germain verkauft wurde. Weil zugleich Felix Wiedwald schon vor dem Trapp-Abgang zum SV Werder Bremen gewechselt ist, mussten gleich zwei neue Torhüter her und die Eintracht hat sich zwei Nationalkeeper geschnappt. Von Austria Wien kam der Österreicher Heinz Lindner, der zunächst eigentlich als Ersatz für Trapp gedacht war, nun aber ebenso Chancen auf die Nummer eins besitzt wie der von Bröndby IF geholte Lukas Hradecky, dem die etwas größeren Chancen auf die Trapp-Nachfolge eingeräumt werden.


Der 25-jährige Nationaltorwart Finnlands mit slowakischen Wurzeln ist zwar erst am Ende der letzten Woche in Frankfurt eingetroffen, ist aber der absolute Wunschspieler von Coach Veh, wie dieser im „Kicker“ durchblicken ließ: „Hradecky verkörpert, was ich gerne sehe: Er spielt gut von hinten raus und ist auch noch ein guter Torhüter. Wenn wir nicht voll überzeugt gewesen wären, hätten wir nicht so lange auf ihn gewartet.“

Wer beim Bundesliga-Start im Tor der Eintracht stehen wird, hängt maßgeblich von den Eindrücken im Training ab. Findet sich Hradecky sofort gut zurecht, spricht einiges für ein schnelles Debüt.