VfB Stuttgart: Kostic-Klausel gilt erst ab Platz 15 – Hohe Ablöse möglich

© jeollo von http://www.vfb-exklusiv.de [GFDL oder CC BY-SA 3.0], Wikimedia

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Nach der zu erwartenden Niederlage gegen den FC Bayern München steht für den VfB Stuttgart am Samstag beim FC Augsburg ein richtungsweisendes Match auf dem Programm. Gelingt beim FCA ein Sieg, wäre der Klassenerhalt wohl so gut wie perfekt, wohingegen im Falle einer Niederlage vielleicht sogar noch einmal richtig gezittert werden müsste.

Auf jeden Fall würde Augsburg dem VfB mit einem Erfolg auf die Pelle rücken und Stuttgart würde der Verlust eines weiteren Tabellenplatzes drohen, was aus mehrerlei Gründen nicht unbedeutend ist. So kann jeder Platz in der Endabrechnung im Hinblick auf das Ranking für die Verteilung der TV-Gelder bares Geld bedeuten und das über fünf Jahre hinweg.

Und im Falle von Filip Kostic hätte der VfB eine deutlich bessere Verhandlungsposition mit möglichen Interessenten, wenn der VfB mindestens Platz 14 erreicht. Denn wie der „Kicker“ nun berichtet, existiert zwar tatsächlich eine Ausstiegsklausel über 20 Millionen Euro im Vertrag des serbischen Nationalspielers, allerdings greift diese nur dann, wenn der VfB am Ende hinter Rang 14 einläuft, also maximal Fünfzehnter wird. In diesem Fall würden sich Verhandlungen mit einem anderen Klub erübrigen, sofern dieser 20 Millionen Euro auf den Tisch liegt, wozu einige der kolportierten Interessenten wie der FC Liverpool oder auch Borussia Dortmund, der VfL Wolfsburg und der FC Schalke 04 wohl durchaus in der Lage wären.

Beendet der VfB die Saison auf Rang 14 oder besser, ist zwar keienswegs sicher, dass Kostic auch in der nächsten Saison noch mit dem roten Brustring auflaufen wird, doch Stuttgart könnte in diesem Fall eine noch deutlich höhere Ablöse erzielen. Bis zu 30 Millionen Euro scheinen nicht unrealistisch, wenn der Markt richtig in Bewegung kommt und vor allem tatsächlich Vereine aus der englischen Premier League ins Wettbieten einsteigen.

Kostic-Verkauf als Basis für eigene Transfers?

Die Mehreinnahmen, die zwischen einem Verkauf mit und ohne Klausel liegen, stünden dem VfB auf jeden Fall gut zu Gesicht, müsste damit doch nicht nur ein Ersatz für Kostic besorgt, sondern auch der Abgang des ablösefrei zum VfL Wolfsburg wechselnden Daniel Didavi kompensiert werden.


Und mit Martin Harnik könnte noch ein weiterer Offensivakteur den Verein im Sommer zum Nulltarif verlassen. Mit gut gefülltem Geldbeutel auf die Suche nach neuen Spielern gehen zu können, wäre da sicher kein Nachteil.