Borussia Mönchengladbach: Absage an den FC Bayern – Max Eberl verlängert sogar

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Borussia Mönchengladbach hat am Donnerstag mit dem Abgang von Mo Dahoud, der im Sommer für eine Sockelablöse von rund zehn Millionen Euro, die sich erfolgsabhängig um fünf weitere Millionen erhöhen kann, einen herben Rückschlag in personeller Hinsicht wegstecken müssen. Sportdirektor Max Eberl kündigte aber an, dass die Borussia diese Transfereinnahme wieder klug investieren wird, um de U21-Nationalspieler gleichwertig zu ersetzen.

Und seit Freitagabend kann man sich offenbar auch sicher sein, dass es tatsächlich Eberl sein wird, der die Dahoud-Millionen reinvestieren wird. Denn wie mehrere Medien, unter anderem „Bild“ und der „Kicker“ übereinstimmend berichten, ist ein Wechsel des 43-Jährigen zum FC Bayern München endgültig vom Tisch.

In den vergangenen Tagen waren nochmals neue Gerüchte aufgekommen, dass die Bayern das Thema Eberl noch nicht abgehakt haben und weiter auf eine Verpflichtung des einst als Profi in München ausgebildeten Eberl hoffen. Allerdings waren die Bayern nach wie vor nicht bereit, eine Ablöse für den künftigen Sportdirektor zu bezahlen, was indes wohl nur ein Grund für den letztlich gescheiterten Eberl-Wechsel ist. Darüber hinaus soll man sich in München intern nicht vollends einig gewesen sein, dass Eberl der richtige Mann ist und Eberl selbst soll mehr Kompetenzen gewünscht haben als man ihm bei den Bayern einräumen wollte.

Puma als strategischer Partner?

Bei der Absage an den FC Bayern wird es laut „Bild“ vermutlich nicht bleiben. Denn wie das Boulevard-Blatt vermeldet, soll Eberl stattdessen seinen ohnehin noch bis 2020 laufenden Vertrag vorzeitig um zwei weitere Jahre bis ins Jahr 2022 verlängern und das sehr wahrscheinlich auch zu verbesserten Bezügen, die Eberl das Nein zu den Bayern versüßen dürften.

Spätestens im Rahmen der Jahreshauptversammlung am Montag soll die Verlängerung mit Eberl verkündet werden. Dann darf man auch gespannt sein, was die Borussia ansonsten noch zu verkünden hat. Angekündigt ist die Vorstellung einer neuer Partnerschaft, wobei es sich um Puma als neuen Ausrüster handeln dürfte. Spekuliert wird aber auch darüber, dass der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach ähnlich wie Konkurrent Adidas bei den Bayern in Mönchengladbach als strategischer Partner einsteigen könnte. Das wiederum würde die wirtschaftliche Situation der Borussia auf lange Sicht deutlich verbessern.