FC Augsburg: Wird es eng für Manuel Baum?

Nach nur zwei Punkten aus den letzten fünf Spielen wird es für den FC Augsburg im Keller der Tabelle immer enger. Insbesondere die gestrige 2:3-Niederlage im Derby gegen den FC Ingolstadt war schwerwiegend, sind die Schanzer damit doch bis auf vier Punkte an den auf dem Relegationsrang stehenden FCA herangerückt.

Sorgen bereitet allerdings auch das Restprogramm, das es durchaus in sich hat. Bereits am Sonntag wartet mit der Partie bei Hertha BSC ein ganz schweres Auswärtsspiel auf Augsburg, das danach den nach Europa strebenden 1. FC Köln empfängt. Bei Eintracht Frankfurt und gegen den Hamburger SV wird es für die Fuggerstädter auch nicht einfach, ehe es der Schlussspurt mit den Spielen bei Borussia Mönchengladbach, gegen Borussia Dortmund und bei der TSG 1899 Hoffenheim richtig in sich hat.

Umso wichtiger wäre es, nun schon in den kommenden Spielen in die Spur zu finden und zu punkten, wofür allerdings zwingend die mit 24 Gegentoren in zehn Spielen schwächste Defensive der Rückrunde stabilisiert werden muss.  Trainer Manuel Baum ist nicht zuletzt wegen des Schlussspurts, als nach 0:3 noch auf 2:3 verkürzt wurde, für die kommenden Aufgaben zuversichtlich: „Man sieht halt auch, dass die Mannschaft lebt, wieder zurück will. Die Mannschaft schießt zwei Tore und ist drauf und dran am Ende ein drittes zu schießen. Das stimmt uns sehr positiv für die nächsten Spiele.“

Vertrauen in Baum

Baum selbst sitzt derweil zumindest nach Aussage von Sportdirektor Stefan Reuter weiter sicher im Sattel. „Ich werde doch jetzt keine Forderungen an den Trainer aufstellen. Er analysiert die Spiele sehr gut, wird versuchen, die Fehler mit der Mannschaft abzustellen“, erklärte Reuter gegenüber dem „Kicker“ und betonte die generelle Augsburger Einstellung in der Trainerfrage: „Wir haben gesagt, dass wir das nie von Ergebnissen abhängig machen.“

Auch mit dem Szenario eines möglichen Abstieges will sich Reuter im Moment nicht groß beschäftigen, sondern richtet den Blick ausschließlich auf die kommende Aufgabe am Sonntag in der Hauptstadt: „Wir denken nicht über die 2. Liga nach, wir beschäftigen uns nur mit Hertha BSC.“

Dass die Hertha nach drei Niederlagen in Folge selbst angeschlagen ist und unter Druck steht, kann sowohl Vor- als auch Nachteil sein. Zeigen wird es sich letztlich aber erst in den 90 Minuten auf dem Platz.