FC Bayern München: Salvatore Sirigu als neue Nummer zwei im Visier

Die Frage nach der Besetzung der Innenverteidigung des FC Bayern München im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League am Mittwoch gegen Real Madrid hat sich schon im Vorfeld geklärt. Erfreut dürfte Trainer Carlo Ancelotti indes nicht darüber sein, dass ihm die nicht einfache Entscheidung für zwei Spieler aus dem Trio Jerome Boateng, Javi Martinez und Mats Hummels durch die im Training erlittene Verletzung des letztgenannten abgenommen wird.

Hummels fällt wegen einer Distorsion des rechten oberen Sprunggelenkes zu und einer Verletzung des Kapselbandapparats voraussichtlich nicht nur für das Hinspiel aus, sondern kann auch sechs Tage später in Madrid nicht auflaufen, womit klar ist, dass Boateng und Javi Martinez mit der Aufgabe betraut werden, Cristiano Ronaldo, Gareth Bale und Karim Benzema zu stoppen.

Dafür kann der zuletzt nach einem kleinen operativen Eingriff fehlende Manuel Neuer rechtzeitig zum Schlagerspiel gegen Real wieder auflaufen und allen Fans des FC Bayern dürfte mit dem Nationaltorwart im Kasten wohler sein als mit Sven Ulreich, der seine Sache zwar nicht schlecht machte, bei der 0:1-Niederlage vorige Woche bei der TSG 1899 Hoffenheim beim entscheidenden Gegentor durch Andrej Kramaric aber auch nicht die beste Figur abgegeben hat.

Sirigu kann und soll Paris verlassen

Möglich, dass Ulreich seinen letzten Einsatz im Trikot des FC Bayern mit der Partie am Samstag gegen Borussia Dortmund schon absolviert hat. Denn der 28-Jährige hat von den Klubbossen die Zusage bekommen, den Verein verlassen zu dürfen. Im Gegenzug suchen die Bayern nach einer neuen Nummer zwei, während der erst 17 Jahre alte Christian Früchtl den Posten als dritter Torwart von Tom Starke übernimmt, der seine Karriere beendet.

Nachdem zuletzt über Rene Adler, dessen Zukunft beim Hamburger SV unklar ist, spekuliert wurde, gilt nach Informationen des „Kicker“ nun Salvatore Sirigu als heißester Kandidat auf die Rolle als Neuer-Ersatz. Der 30 Jahre alte Italiener, der immerhin 17 Länderspiele bestritten hat, ist aktuell von Paris St. Germain an CA Osasuna verliehen und soll Paris im Sommer ein Jahr vor Vertragsende ganz verlassen. Dadurch wäre Sirigu wohl relativ günstig zu haben. Die Bayern bekämen mit Sirigu einen erfahrenen Torhüter, der seine Klasse schon bewiesen hat und der dazu bereit wäre, sich hinter Neuer einzureihen.