Eintracht Frankfurt: Europa über die Liga abgehakt? – Vage Gerüchte um Santiago Ascacíbar

Mit der gestrigen 0:2-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg sind die Chancen von Eintracht Frankfurt, sich über die Bundesliga für die Europa League zu qualifizieren, auf ein Minimum geschrumpft. Selbst bei zwei Siegen aus den verbleibenden beiden Spielen käme die SGE lediglich auf 47 Zähler, die vermutlich nicht für den siebten Platz reichen werden.

Rang sieben reicht indes über die Liga nur dann für den Einzug in die Europa League bzw. in die Qualifikation dafür, wenn die Eintracht das Pokalfinale gegen Borussia Dortmund verliert. Als Pokalsieger wäre Frankfurt hingegen direkt im kleineren der beiden Europapokalwettbewerbe dabei und nichts anderes dürfte im Endspurt das Ziel sein.

Damit dieses Ziel realistisch ist, muss sich die Eintracht im Vergleich zur Partie gegen Wolfsburg aber in allen Belangen steigern. Trainer Niko Kovac fand nach Spielschluss auf jeden Fall klare Worte und wollte die vielen verletzt fehlenden Spieler nicht als Ausrede gelten lassen: „Das war heute von vorne bis hinten nicht das, was ich mir vorstelle – das war einfach schlecht. Und es ist auch egal, ob einer oder zehn Spieler fehlen. Wir haben das Spiel verdient verloren.“

Im Derby beim 1. FSV Mainz 05 sowie gegen RB Leipzig gilt es für die Kovac-Elf nun, sich zumindest ein wenig Selbstvertrauen zu verschaffen, um dann mit breiter Brust nach Berlin fahren zu können, wo die SGE aber gegen den BVB freilich klarer Außenseiter ist.

Ascacíbar kaum zu finanzieren

Die Qualifikation für Europa wäre nicht nur sportlich ein großer Erfolg, sondern auch in wirtschaftlicher Hinsicht Gold wert. Denn alleine die Teilnahme an der Gruppenphase, die als Pokalsieger garantiert wäre, würde je nach Gegner und Ergebnissen zwischen acht und zwölf Millionen Euro in die Kassen spülen.

Geld, das die Eintracht auch auf dem Transfermarkt bestens gebrauchen könnte, muss die Mannschaft für die neue Saison doch unzweifelhaft verstärkt werden, zumal ein Leistungsträger wie Jesus Vallejo wohl nicht gehalten werden kann.

In den letzten Tagen wurde darüber spekuliert, dass die Eintracht den 20 Jahre alten Argentinier Santiago Ascacíbar von Estudiantes de La Plata im Fokus haben soll. Der defensive Mittelfeldspieler soll aber auch bei diversen anderen Klubs, unter anderem aus Italien, auf dem Wunschzettel stehen und dürfte bei einer Ablöseforderung im Bereich von knapp zehn Millionen Euro die Möglichkeiten der Eintracht übersteigen.