Borussia Dortmund: Niko Kovac als Alterative zu Lucien Favre?

© Markus Unger from Vienna, Austria (2012-02-26_Dortmund01) [CC BY 2.0], Wikimedia

Die Hoffnung bei Borussia Dortmund, vor den letzten beiden Saisonspielen gegen den SV Werder Bremen zum Bundesliga-Abschluss und im Finale des DFB-Pokals gegen Eintracht Frankfurt, Ruhe ins Umfeld zu bekommen, darf schon jetzt als gescheitert betrachtet werden. Es ist mittlerweile ein offenes Geheimnis, dass es weder zwischen Trainer Thomas Tuchel und der Führungsetage um Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke noch zwischen Tuchel und der Mannschaft wirklich noch stimmt.

Letztlich geht es nun noch darum, die Saison mit Platz drei in der Liga sowie dem Pokalsieg zu einem guten Ende zu führen. Anschließend wäre alles andere als die Trennung von Tuchel mittlerweile eine Überraschung. Der seit zwei Jahren für den BVB arbeitende Fußball-Lehrer besitzt zwar noch einen Vertrag bis 2018, doch Watzke hat stets betont, nicht mit einem Trainer, dessen Vertrag ausläuft, in eine Saison gehen zu wollen. Tuchel müsste im Umkehrschluss also vorzeitig verlängern, was nach den letzten Wochen nahezu unvorstellbar ist.

Auch für die BVB-Bosse, die dem Vernehmen nach längst den Trainermarkt sondiert und sich einige Kandidaten für die Tuchel-Nachfolge herausgepickt haben. Wunschkandidat ist demnach Lucien Favre, mit dem man sich laut „Bild“ auch schon weitgehend auf einen Vertrag über ein Jahr plus Option einig sein soll. Das Problem ist allerdings, dass der Schweizer beim OGC Nizza noch bis 2019 gebunden ist und dementsprechend herausgekauft werden müsste.

Auch Paulo Sousa auf der Kandidatenliste

Weil Favre aber offenbar unbedingt nach Dortmund will und da Nizza hinter den Kulissen schon Kontakte zu anderen Trainern wie Claudio Ranieri geknüpft haben soll, spricht vieles dafür, dass tatsächlich Favre den BVB zur neuen Saison übernimmt. Ganz ausgeschlossen ist ein Scheitern der Gespräche aber nicht, weshalb man in Dortmund offenbar auch Alternativen in der Hinterhand hat.

Neben Paulo Sousa, der beim AC Florenz vor dem Aus steht und der einst als Spieler mit dem BVB die Champions League gewonnen hat, nennt „Der Westen“ auch Niko Kovac als Kandidaten, was nicht einer gewissen Pikanterie entbehrt, hat der Kroate doch beim Pokalfinalgegner Eintracht Frankfurt noch einen gültigen Vertrag. Kovac soll seit einer Hospitation im Januar 2016 bei den BVB-Verantwortlichen aber hoch im Kurs stehen.