Bayer Leverkusen: Kommen Thomas Tuchel und Robert Schäfer?

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Mit dem 2:2 gegen den 1. FC Köln hat Bayer Leverkusen am vergangenen Samstag zumindest den Klassenerhalt perfekt gemacht und damit einen absoluten Super-GAU verhindert. Nichtsdestotrotz wird die Saison als ein verkorkstes Jahr in die Vereinsgeschichte eingehen, wobei es denn aber auch bleiben soll. Vielmehr arbeitet man in Leverkusen wohl längst an einer besseren Zukunft, wofür freilich noch einige Personalentscheidungen getroffen werden müssen.

Uneingeschränkt positiv zu werten ist nun die laut „Kicker“ erzielte Einigung mit Benjamin Henrichs über eine Verlängerung seines ohnehin noch bis 2020 datierten Vertrages. Der Jung-Nationalspieler, der während einer furiosen Hinrunde schon mit dem FC Bayern München und dem FC Barcelona in Verbindung gebracht wurde, bleibt Bayer somit weiter erhalten und würde im Fall der Fälle eine stattliche Ablöse einbringen.

Während mit Henrichs also fest geplant werden kann, ist offen, wer künftig der Trainer des beidseitig verwendbaren Außenverteidigers sein wird. Klar ist seit letztem Wochenende, dass Tayfun Korkuts Zeit schon wieder abläuft. Der nur bis Saisonende datierte Vertrag mit dem Nachfolger von Roger Schmidt wird nicht verlängert. Als neuen Mann hat Bayer nun offenbar einen großen Fisch an der Angel. Denn wie die „Rheinische Post“ berichtet, soll Thomas Tuchel ein Angebot aus Leverkusen vorliegen. Noch ist Tuchel zwar Trainer bei Borussia Dortmund, doch die Zeichen stehen auf Trennung vom BVB nach dieser Saison. Fraglich ist allerdings, ob Tuchel dann direkt eine neue Aufgabe in Angriff nehmen oder sich wie vor seinem Engagement in Dortmund eine Auszeit nehmen würde.

Schäfer forciert Wechsel offenbar

Kommen soll indes nicht nur ein neuer Trainer, sondern auch ein neuer starker Mann, der die Führungsebene verstärken soll. Und dieser scheint mit Robert Schäfer auch schon gefunden. Der 41-Jährige, der erst im März 2016 von Dynamo Dresden zu Fortuna Düsseldorf gewechselt ist, dementierte am Dienstagabend nach Bekanntwerden der Spekulationen zwar seinen bevorstehenden Wechsel zu Bayer, doch laut der „Rheinischen Post“ soll der Düsseldorfer Aufsichtsrat schon seit längerem über Schäfers bevorstehenden Abschied informiert sein.

Schäfer selbst jedenfalls scheint sich um einen Wechsel bemüht zu haben. Denn wie die „Rheinische Post“ weiter berichtet, soll Schäfer per Headhunter schon seit einiger Zeit nach anderen Aufgaben gesucht haben. Ablösefrei könnte der aktuelle Fortuna-Boss den Verein aber nicht verlassen.