Werder Bremen: Vieles spricht für Bruno Labbadia – Tuchel und Favre unrealistisch

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Am heutigen Freitag unternimmt der SV Werder Bremen mit Florian Kohfeldt in verantwortlicher Position den nächsten Versuch, den ersten Saisonsieg einzufahren. Bei Eintracht Frankfurt geht es für die Grün-Weißen vor allem auch darum, den Anschluss ans untere Mittelfeld nicht zu verlieren und einem neuen Trainer die Chance zu geben, aus halbwegs ordentlicher Position zu starten.

Offiziell ist zwar auch nicht ausgeschlossen, dass der bisher für die U23 in der 3. Liga zuständige Kohfeldt zur Dauerlösung befördert wird, zumal der 35-Jährige mit seiner Arbeit in den vergangenen Tagen durchaus Eindruck hinterlassen hat, doch nachdem Werder zuletzt mit Viktor Skripnik und Alexander Nouri jeweils zu internen Lösungen gegriffen hat, ist diesmal die Verpflichtung eines externen Trainers mit Erfahrung im Abstiegskampf wahrscheinlicher.

Wie „Bild“ berichtet, gibt es mit Bruno Labbadia auch einen absoluten Top-Kandidaten, dessen Verpflichtung kurz bevorstehen könnte. Der 51-Jährige, der zwischen 1996 und 1998 als Stürmer für Werder aktiv war, galt bereits im Frühjahr als heißer Kandidat, als Nouri auf der Kippe stand. Damals bekam Bremen aber die Kurve und ein Trainerwechsel war kein Thema mehr. Nun aber ist Nouri Geschichte und laut „Sport 1“ soll es bereits zwei Gespräche mit Labbadia gegeben haben, der in den vergangenen Jahren beim VfB Stuttgart und beim Hamburger SV schon gezeigt hat, Krisen meistern und Traditionsklubs vor dem Absturz retten zu können.

Labbadia als logische Lösung

Labbadia ist freilich auch deshalb eine logische Lösung, weil Trainer mit größerem Namen und größerer Reputation in der jetzigen Situation kaum für ein Engagement in Bremen zu begeistern wären. So gab es schon Gerüchte, dass man in Bremen über Thomas Tuchel und Lucien Favre nachdenken soll, doch beiden dürften sich andere Optionen bieten, ungeachtet dessen, dass Favre ohnehin noch beim OGC Nizza unter Vertrag steht.

Ein Einstieg Labbadias womöglich schon am Wochenende oder zu beginn der neuen Woche wäre gleichbedeutend mit einem Neustart zum letzten, einigermaßen günstig erscheinenden Zeitpunkt des Jahres, da nach dem Spiel in Frankfurt erst einmal aufgrund der Länderspiele zwei Wochen lang keine Pflichtspiele auf dem Programm stehen. Dann innerhalb kurzer Zeit einiges zu bewegen wird sicher eine Herausforderung, die Labbadia aber schon gemeistert hat.