Borussia Dortmund: Macht Paris St. Germain bei Julian Weigl Ernst?

© Markus Unger from Vienna, Austria (2012-02-26_Dortmund01) [CC BY 2.0], Wikimedia

In den vergangenen Tagen sorgte eine Meldung der „Bild“, laut der sich Borussia Dortmund mit Emre Can beschäftigen soll, für Aufsehen. Nachvollziehbar wäre es auf jeden Fall, würde der BVB beim Nationalspieler, dessen Vertrag beim FC Liverpool am Ende der Saison ausläuft und der somit ablösefrei wechseln könnte, seinen Hut in den Ring werfen.Cans Qualitäten sind unbestritten, allerdings natürlich auch anderen Vereinen bekannt. So würde nicht nur Liverpool der 23 Jahre alten Mittelfeldspieler, der auch schon als Rechts- und Innenverteidiger gute Spiele abgeliefert hat, liebend gerne halten. Doch im Wissen darum, auf dem Transfermarkt aktuell zu den begehrtesten Akteuren zu zählen, hat Can bislang das Angebot zur Verlängerung an der Anfield Road nicht angenommen.Vielmehr bieten sich Can Optionen in praktisch allen Top-Ligen. Vor allem Juventus Turin wird seit geraumer Zeit ein konkretes Interesse nachgesagt, aber auch der FC Bayern München soll darüber nachdenken, seinen einstigen Jugendspieler an die Isar zurückzuholen. Can weiß aber sicherlich auch, dass es in München und Turin nicht einfach würde, aufgrund der starken Konkurrenz zum unumstrittenen Stammspieler zu werden.

Weigl als Nachfolger von Thiago Motta?

Da stünden Cans Chancen in Dortmund schon besser, zumal es um einen anderen zentralen Mittelfeldspieler anhaltende Gerüchte bezüglich eines Abschieds vom BVB gibt. Julian Weigl hat zwar momentan zu kämpfen und nach langer Verletzungspause unter dem neuen Trainer Peter Bosz noch nicht wieder das Standing wie unter Thomas Tuchel, steht aber dennoch unverändert im Fokus diverser internationaler Top-Klubs.

Aktuell vermeldet die „L’Equipe“ ein Interesse von Paris St. Germain am Dortmunder Sechser, der bei den Franzosen offenbar als Nachfolger für den mittlerweile 35 Jahre alten Thiago Motta vorgesehen wäre. Dass sich Paris gerne in Deutschland bedient, ist seit den Verpflichtungen von Kevin Trapp und Julian Draxler bekannt, doch ob PSG auch bei Weigl erfolgreich ist, bleibt abzuwarten.

Am längeren Hebel sitzt auf jeden Fall der BVB, der mit dem 22-Jährigen aber noch einen Vertrag bis 201 besitzt und der Weigl insbesondere in der Winterpause, in der PSG dem Vernehmen nach schon zuschlagen will, kaum abgeben dürfte.