VfB Stuttgart: Marc-Oliver Kempf im Visier – Ist Benjamin Pavard zu halten?

Erfolge haben bekanntlich ihren Preis. Das dürfte auch der VfB Stuttgart auf absehbare Zeit zu spüren bekommen, haben die Schwaben doch gleich mehrere junge Spieler in ihren Reihen, deren Entwicklung von anderen, zahlungskräftigeren Vereinen genau verfolgt wird. Das gilt im Moment vor allem für Benjamin Pavard, der in der vergangenen Woche sein Debüt in der französischen Nationalmannschaft feierte und der spätestens damit ins Blickfeld vieler internationaler Top-Klubs gerückt ist.

Nachdem RB Leipzig bereits in der vergangenen Transferperiode vergeblich um den 21 Jahre alten Defensiv-Allrounder gebuhlt hat, wird den Roten Bullen weiterhin Interesse nachgesagt. Wie aus Frankreich verlautet, sollen nun aber auch der FC Bayern München und Borussia Dortmund ein Auge auf Pavard geworfen haben, mit dem der VfB freilich unbedingt über 2020 hinaus verlängern möchte. Ob sich dieses Vorhaben in die Tat umsetzen lässt, erscheint allerdings fraglich. Zumindest dann, wenn Pavard weiterhin eine solch positive Entwicklung durchläuft wie im vergangenen Jahr dürfte der technisch beschlagene Defensivmann, der sowohl außen- und innen verteidigen als auch im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden kann, schwerlich zu halten sein.

Immerhin könnte man sich in Stuttgart dann aber mit einer sicherlich satten Ablöse trösten, die dem Verein die Möglichkeit böte, nicht nur einen starken Ersatz hinzuzuholen, sondern den Kader auch auf anderen Positionen zu verstärken.

Viele Interessenten für Kempf

Und möglicherweise kostet ein potentieller Pavard-Ersatz gar keine Ablöse. Denn offenbar hat der VfB Marc-Oliver Kempf im Visier, der den SC Freiburg inzwischen darüber informiert hat, seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag nicht verlängern und den Verein im kommenden Sommer verlassen zu wollen.

Laut „Kicker“ ist der U21-Europameister aber eher ein möglicher Nachfolger für Holger Badstuber, dessen Vertrag ebenfalls ausläuft und bei dem völlig offen ist, ob es zu einer weiteren Zusammenarbeit kommt.

Allerdings ist auch klar, dass der VfB bei weitem nicht der einzige Verein ist, der Kempf gerne in seine Reihen hätte. Der 22-Jährige gilt als eines der größten deutschen Innenverteidigertalente und dürfte deshalb, vor allem auch wegen seiner Ablösefreiheit, bei diversen Bundesligisten und auch ausländischen Vereinen auf dem Zettel stehen. Dass in Stuttgart aktuell aber stark auf junge Spieler gesetzt wird, könnte ein gewichtiges Argument für die Schwaben sein.