Borussia Dortmund: Kevin Trapp im Visier? – Tauschgeschäft mit Julian Weigl?

© Markus Unger from Vienna, Austria (2012-02-26_Dortmund01) [CC BY 2.0], Wikimedia

Bei Borussia Dortmund von Krisenstimmung zu sprechen, wäre nach nur einem Sieg aus den letzten acht Pflichtspielen, der noch dazu im DFB-Pokal bei Drittligist 1. FC Magdeburg gelungen ist, fast ein wenig untertrieben. Vielmehr herrscht rund um den BVB eine höchst angespannte Atmosphäre. Am Dienstag in der Champions League gegen Tottenham Hotspur steht die Borussia schon mächtig unter Druck, allerdings nicht mehr mit Blick auf das fast schon unmögliche Weiterkommen, sondern nur noch wegen des für das Überwintern in der Europa League nötigen dritten Platzes, der nach den beiden völlig enttäuschenden Unentschieden gegen APOEL Nikosia auch noch lange nicht sicher ist.

Ganz wesentlich sind die Ergebnisse der nächsten Wochen für Trainer Peter Bosz, der zwar von den Verantwortlichen um Klubboss Hans-Joachim Watzke noch gestützt wird, aber dennoch unbedingt die Wende schaffen muss.

Im Winter wird der BVB dann unabhängig vom Trainer, aber natürlich in Absprache mit diesem, auf dem Transfermarkt versuchen, den Kader zu optimieren. Spekuliert wird im Moment insbesondere über die Verpflichtung eines neuen Torhüters, was aufgrund der bislang sicher nicht guten Saison von Roman Bürki nicht überraschend kann. Während Andre Onana von Ajax Amsterdam, den Bosz offenbar gerne nach Dortmund holen würde, im Winter kaum zu haben sein wird, könnte im Januar Kevin Trapp zum Thema werden.

Trapp macht sich Gedanken

Der Nationaltorwart, der unbedingt zur WM 2018 möchte, benötigt regelmäßige Spielpraxis für eine Nominierung, ist bei Paris St. Germain nur die Nummer zwei und es sieht momentan nicht so aus, als würde sich daran etwas ändern. Trapp hat deshalb am Rande des Länderspiel am vergangenen Dienstag gegen Frankreich (2:2), in dem der 27-Jährige mit einer starken Vorstellung beste Eigenwerbung betreiben konnte, anklingen lassen, sich im Winter Gedanken über einen Abschied aus Paris machen zu wollen, sollte sich an seiner Situation nichts ändern.

PSG würde Trapp womöglich ziehen lassen und hat laut dem Portal „Paris United“ eine Idee bezüglich eines Tauschgeschäfts im Kopf. Bekannt ist, dass PSG gerne Julian Weigl verpflichten würde, für den der BVB wiederum rund 50 Millionen Euro Ablöse verlangen soll. Ein Teil dieser Ablöse könnte mit Trapp verrechnet werden.

Völlig ausgeschlossen scheint ein solcher Tausch nicht, zumal Weigl in Dortmund nach einer langen Verletzungspause unter Trainer Bosz noch nicht wieder den Stellenwert hat wie zuvor unter Thomas Tuchel.