1. FC Köln: Wie lange noch mit Peter Stöger? – Erfahrener Sportdirektor bis Mitte Dezember

Der Abstand auf den Relegationsplatz ist zwar auch an diesem Wochenende nicht größer geworden, aber dennoch gibt es im Moment nur noch wenig, dass die Fans des 1. FC Köln an die Wende zum Besseren und in letzter Konsequenz den Klassenerhalt glauben lässt.

Nur zwei Punkte aus den ersten zwölf Spielen und magere vier Treffer sind eine katastrophale Bilanz, die natürlich ihre Ursachen hat. Angefangen von der völlig verfehlten Personalpolitik in den vergangenen Transferperioden über ein enormes Verletzungspech mit langfristigen Ausfällen von Leistungsträgern wie Jonas Hector, Marcel Risse oder nun Dominique Heintz bis hin zu unsäglichen Entscheidungen seitens der Schiedsrichter bzw. der Videoassistenten.

Mit Manager Jörg Schmadtke ist einer der für die Kaderzusammenstellung Hauptverantwortlichen bereits Geschichte am Geißbockheim, ein Nachfolger aber nach wie vor nicht gefunden. Wie CDU-Politiker und FC-Beirats-Mitglied Wolfgang Bosbach in der Talkshow bei Jörg Wontorra am gestrigen Sonntag verriet, wurden in dieser Personalie aber schon einige Gespräche geführt mit dem Ziel, einen erfahrenen Mann zu verpflichten: „Es muss ein Hochkaräter sein, der die Bundesliga kennt. Wir hoffen, mit dieser Besetzung auch Spieler akquirieren können, die uns sofort weiterhelfen. Es muss ein Mann sein mit besten Beziehungen in der Bundesliga.“

Zukunft mit Stöger alternativlos?

Eine der wichtigsten Entscheidungen des neuen starken Mannes dürfte in der Trainerfrage anstehen. Nach wie vor ist Peter Stöger im Amt und wird von Spielern wie Verantwortlichen gestützt. Wie lange sich diese Haltung beibehalten lässt, ist allerdings fraglich, zumal der Österreicher bei den Fans keineswegs völlig unantastbar ist, sondern einige Personalentscheidungen durchaus kritisch hinterfragt werden und trotz aller Verdienste Stögers die Stimmung irgendwann komplett kippen könnte, wenn weiterhin Misserfolg an Misserfolg gereiht wird.

Vielfach gefordert wird von Experten, dass unbedingt an Stöger festgehalten und zur Not mit ihm der Gang in die zweite Liga angetreten werden sollte. Allerdings mag man sich nicht ausmalen, wie es um die Atmosphäre bestellt wäre, würde der FC mit zwei, drei Negativerlebnissen in die 2. Bundesliga startet.

Und ohnehin ist die Lage trotz der erst zwei Punkte nicht aussichtslos. Zumindest die Relegation scheint erreichbar, wofür aber eine Steigerung in allen Belangen her muss. Auch abseits des Platzes, wo in den vergangenen Monaten schon genügend Fehlentscheidungen getroffen wurden. Eine Nibelungentreue zu Stöger könnte sich in der Nachbetrachtung als weitere erweisen. Insbesondere dann, wenn irgendwann doch noch die Reißleine gezogen werden und es mit einem neuen Trainer plötzlich doch funktionieren sollte.