Werder Bremen: Geht Robert Bauer? – Defensivmann ist unzufrieden

Mit sechs Punkten hat der SV Werder Bremen aus den beiden Spielen unter Trainer Florian Kohfeldt einen Zähler mehr geholt als zuvor in elf Begegnungen unter dem entlassenen Alexander Nouri. Die Lage an der Weser ist aber trotz des unverkennbaren Aufwärtstrends weiter angespannt, zumal nun bei Borussia Dortmund und bei Bayer Leverkusen zwei richtig schwere Aufgaben warten, ehe es zum Abschluss der Hinrunde im Weserstadion gegen den 1. FSV Mainz 05 geht.

Wie meist nach einem Trainerwechsel gab es auch in den vergangenen Wochen beim SV Werder Gewinner und Verlierer. Fraglos in letztere Kategorie fällt Robert Bauer, der unter Nouri noch gesetzt war, bei Kohfeldt bisher aber noch keine Rolle spielte. Der 22 Jahre alte Defensiv-Allrounder, der schon vor dem Trainerwechsel nur selten auf der von ihm bevorzugten rechten Abwehrseite zum Zug gekommen ist, deutet deshalb in „Bild“ an, sich in der Winterpause mit einem möglichen Abschied aus Bremen beschäftigen zu wollen.

„Natürlich macht man sich Gedanken über einen Wechsel. Ich bin ein ehrlicher Typ und sage was ich denke. Ich bin 22 Jahre alt und hatte hier bisher super eineinhalb Jahre. Werder ist ein toller Verein mit super Fans. Ich kämpfe jetzt bis zum Winter weiter und dann muss man schauen wie sich die Situation entwickelt hat“, ist es aber für Bauer nach wie vor die erste Option, in Bremen wieder den Sprung in die Startelf zu schaffen.

Bauer will sich bei Werder durchsetzen

„Ich habe nicht vor die komplette Rückrunde auf der Bank zu sitzen. Ich will es bei Werder schaffen und möchte eigentlich nicht den einfachen Weg mit einem Vereinswechsel gehen. Aber ich muss neben der mannschaftlichen auch auf meine persönliche Entwicklung schauen“, macht Bauer klar, dass ein Abschied aus Bremen nur eine Notlösung wäre.

Klar ist freilich auch, dass es Bauer an Interessenten kaum mangeln dürfte, sollte er tatsächlich einen Wechsel forcieren wollen. Junge, deutsche Spieler, die überdies noch flexibel einsetzbar sind und ihre Qualitäten in der Bundesliga bereits über einen längeren Zeitraum hinweg unter Beweis gestellt haben, sind auf dem Markt immer begehrt. Allerdings müsste sicher auch die Ablöse stimmen, damit Werder gesprächsbereit wäre.