Hamburger SV: Kommt ein Offensivspieler? – Genki Haraguchi wohl kein Thema mehr

© von Patrick Kiss (https://www.flickr.com/photos/patkiss/4544769813) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

Der Hamburger SV überwintert auf dem 17. Tabellenplatz und damit wieder einmal in höchster Abstiegsgefahr. Auch diesmal will der Bundesliga-Dino den erstmaligen Sturz in die Zweitklassigkeit natürlich unbedingt vermeiden, wobei dafür im neuen Jahr in vielen Bereichen eine Steigerung nötig ist.

Auch im Tor, wo Christian Mathenia nur selten durchweg überzeugen konnte und seiner Mannschaft vor allem keine Punkte gerettet hat. Vielmehr erlaubte sich Mathenia gleich in mehreren Spielen schwächere Tage, weshalb Trainer Markus Gisdol nun im „Kicker“ einen offenen Kampf um die Nummer eins ausrief: „In der Vorbereitung werden die Karten neu gemischt. Die Zeit ist zwar so kurz, dass wir die Uhren nicht ganz auf null stellen können, aber auch auf dieser Position werden wir uns das anschauen.“

Mathenia muss sich dann vor allem Julian Pollersbeck erwehren, dem im Laufe der Hinserie mehrfach vorgeworfen wurde, zu wenig Druck auszuüben. Im Winter soll der vor der Saison vom 1. FC Kaiserslautern gekommene U21-Europameister nun aber seine Chance nutzen und idealerweise auch ergreifen. Tom Mickel dürfte derweil keine wirklichen Chancen haben, in der Rückrunde im Tor zu stehen.

Hilft Kühne wieder?

Ob im neuen Jahr auch externe Verstärkungen an der Mission Klassenerhalt mitwirken werden, ist derweil fraglich. Bedarf wäre zwar sicher auf mehreren Positionen vorhanden, doch die finanziellen Mittel sind überschaubar. Zumindest ohne Unterstützung von Mäzen Klaus Michael Kühne, der laut „Bild“ aber dazu bereit sein soll, dem HSV bei der Verpflichtung eines Offensivspielers unter die Arme zu greifen.

Dabei richtet sich der Blick wohl in erster Linie auf einen Akteur für das Zentrum hinter der Angriffsreihe, wobei bislang in diesem Zusammenhang noch keine Namen gefallen sind. Kein Thema mehr ist nach Informationen der „Bild“ eine Verpflichtung von Genki Ha­ra­gu­chi, mit dem man sich zwar beschäftigt hat, der aber nur bedingt den Typus Spielmacher verkörpert, sondern seine Stärken auf dem Flügel hat. Und dort sind unter anderem mit Filip Kostic, Tatsuya Ito und Andre Hahn sowie nach seiner Genesung auch Nicolai Müller bereits mehrere Alternativen vorhanden. Ha­ra­gu­chi, dem Hertha BSC ein halbes Jahr vor Vertragsende keine Steine in den Weg legen würde, könnte zwar durchaus eine Bereicherung sein, doch die wirtschaftlichen Möglichkeiten geben wohl selbst mit Kühnes Hilfe nur einen Neuen her, der eher für die Zentrale kommen soll.