RB Leipzig: Naby Keita schon im Winter weg? – Dominik Kaiser will bleiben

© Philipp (Flickr: Leipzig von oben: Zentralstadion) [CC BY 2.0], Wikimedia

Dass Naby Keita RB Leipzig im Sommer in Richtung FC Liverpool verlassen wird, steht seit Monaten fest. Beide Vereine verkündeten den Wechsel des Mittelfeldspieler an die Anfield Road frühzeitig und verhinderten so unnötige Ablenkung durch Wechselspekulationen. Nun aber bahnt sich offenbar ein vorzeitiger Abschied Keitas auf die Insel an. Liverpool ist offenbar gewillt, den 22-Jährigen vorzeitig aus Leipzig loszueisen und dafür einen Teil der vom FC Barcelona für Philippe Coutinho erhaltenen Ablöse von 120 Millionen Euro zu investieren.

In Leipzig hat man noch vor kurzem einen vorzeitigen Verkauf Keitas weitgehend ausgeschlossen, doch so starr scheint die Haltung der Verantwortlichen um Sportdirektor Ralf Rangnick und Trainer Ralph Hasenhüttl auch wegen Keitas schwächerer Hinrunde und einigen Fehltritten auf wie neben dem Platz nicht mehr.

Laut „Bild“ wäre Liverpool dazu bereit, zusätzlich zu den für Sommer vereinbarten 75 Millionen Euro weitere 15 bis 20 Millionen Euro für einen sofortigen Transfer zu bezahlen. Gleichzeitig ist es so, dass laut „Kicker“ nur 65 statt 75 Millionen Euro fließen würden, sollte Leipzig am Ende einen internationalen Wettbewerb verpassen, was nicht auszuschließen ist. Unter dem Strich geht es für die Roten Bullen daher um bis zu 30 Millionen Euro. Und ob Keita dieses Geld in den 17 Spielen der Rückrunde plus der Europa League wert wäre, ist fraglich.

Kaiser rechnet mit Verbleib bis Saisonende

Unterdessen plant der als Wechselkandidat gehandelte Dominik Kaiser, der beim Durchmarsch von der vierten bis in die erste Liga eine wichtige Rolle spielte, schon im vergangenen Jahr aber seinen Stammplatz und danach auch die Kapitänsbinde einbüßte, nicht zwingend den Absprung in der Winterpause. „Ich sehe mich bei RB. Und wenn nichts Außergewöhnliches passiert, wird das auch in der Rückrunde der Fall sein“, erklärte der Mittelfeldspieler nun im „Kicker“, natürlich auch im Wissen um seinen auslaufenden Vertrag und eine dadurch bedingte, gute Verhandlungsposition im Sommer.

Ein Interesse des Hamburger SV bestätigt der 29-Jährige zwar, allerdings hat es sich dabei bisher wohl nur um eine lose Anfrage gehandelt: „Es gab einen Kontakt, aber auch nicht mehr. Es gibt nichts Konkretes, mit dem ich mich auseinandersetzen müsste“, so Kaiser, bei dem freilich bis Transferschluss am 31. Januar noch einiges passieren kann.