Hamburger SV: Muhamed Besic ein Kandidat? – Noch kein passendes Angebot für Walace

© von Patrick Kiss (https://www.flickr.com/photos/patkiss/4544769813) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

Übermorgen beginnt für den Hamburger SV mit dem Gastspiel beim FC Augsburg die Rückrunde, in der für den Bundesliga-Dino mit Blick auf die Tabelle wohl wieder ein nackter Existenzkampf droht. Und das nicht mit den allerbesten Voraussetzungen insbesondere auf der so wichtigen Position im zentralen Mittelfeld.

Eigentlich sollte dort Albin Ekdal eine tragende Rolle spielen, doch wie so oft in der Vergangenheit muss der schwedische Nationalspieler in Augsburg und auch in den folgenden zwei bis drei Partien passen. Ekdal zog sich am Mittwoch eine Sprunggelenksverletzung zu und hinterlässt im Mittelfeldzentrum eine große Lücke, die Trainer Markus Gisdol zumindest in Augsburg nicht mit Walace füllen wird. Der verspätet aus dem Heimaturlaub zurückgekehrte Brasilianer drängt unverändert auf einen Wechsel und steht auch deshalb gar nicht im Kader für die Begegnung beim FCA.

„Aus meiner Sicht ist Walace weder körperlich und schon gar nicht mental in bestem Zustand. Er ist nicht hundertprozentig mit dem Kopf da. Deswegen wird er nicht im Kader sein“, zitiert „Bild“ aus Gisdols gestriger Pressekonferenz. Während in Augsburg wohl der 19-jährige Vasilije Janjicic eine Chance von Anfang an bekommen wird, ist die Zukunft von Walace in Hamburg äußerst fraglich. Vereine aus seiner Heimat wie Atletico Mineiro und Flamengo Rio de Janeiro sollen zwar interessiert sein, aber entweder noch kein konkretes oder ein unpassendes Angebot abgegeben haben. Während man aus Mineiro noch auf eine schriftliche Offerte wartet, will Flamengo Walace offenbar nur ausleihen, was für den HSV kaum in Frage kommen dürfte.

Besic bei Everton meist Ersatz

Gleichwohl bleibt den Verantwortlichen um Trainer Gisdol und Sportdirektor Jens Todt nichts anderes übrig, um sich parallel zur Vorbereitung auf die wichtigen Auftaktspiele nach einem möglichen Ersatz für Walace und letztlich auch für Ekdal umzusehen.

Ein Kandidat könnte in diesem Zusammenhang Muhamed Besic sein, der beim FC Everton in der Regel nicht über eine Reservistenrolle hinaus kommt. Der 25-Jährige, der von 2009 bis 2012 für den HSV spielte, aber den Durchbruch nicht schaffte, wird aktuell auch mit dem FC Turin in Verbindung gebracht und wäre im Winter wohl zu haben. Billig wär der bosnische Nationalspieler, der einen Vertrag bis 2021 besitzt und für den Everton 2014 knapp fünf Millionen Euro an Ferencvaros Budapest bezahlt hat, aber eher nicht.