Hamburger SV: Aufschwung mit Hollerbach? – Was wird aus Kaiser und Walace?

© von Patrick Kiss (https://www.flickr.com/photos/patkiss/4544769813) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

Der Hamburger SV hat sich am gestrigen Sonntag wie erwartet von Trainer Markus Gisdol getrennt. Am Tag nach der 0:2-Niederlage im Kellerduell gegen den 1. FC Köln musste Gisdol seinen Hut nehmen und der HSV kündigte direkt eine zeitnahe Nachfolgerregelung an.

„Wir wissen, wer der neue Trainer wird, aber wir müssen noch formale Dinge abschließen. Er wird am Montag loslegen“, erklärte Vorstandsboss Heribert Bruchhagen noch ohne den Namen des neuen Coaches zu nennen. Längst durchgesickert ist aber, dass es sich dabei um Bernd Hollerbach handelt, der die Würzburger Kickers von der Regionalliga in die 2. Bundesliga geführt hat, am Ende der vergangenen Saison aber den direkten Wiederabstieg in die 3. Liga nicht verhindern konnte und daraufhin sein Engagement beendete.

Seitdem war Hollerbach, der einst als Spieler für den HSV aktiv war und lange Jahre als Co-Trainer an der Seite von Felix Magath fungierte, ohne Job, aber bei diversen Klubs im Gespräch. Zuletzt konnte sich der 48-Jährige aber schon konkret mit dem HSV beschäftigen, wie Bruchhagen freimütig einräumte: „Wir mussten einen Plan B im Kopf haben, der neue Trainer konnte sich bereits mit unserem Kader auseinandersetzen, aber er wusste auch immer, dass es unser Ziel war, den Trainer nicht zu wechseln.“

Flamengo will Walace weiterhin

Nun aber wird Hollerbach heute seinen Dienst in Hamburg antreten und gleich in einigen Personalfragen mitentscheiden müssen. So ist etwa völlig offen, wie es mit Walace weitergeht. Der wechselwillige Brasilianer wurde von Gisdol gegen Köln auf die Tribüne verbannt und es scheint fraglich, ob der 22-Jährige noch eine volle Identifikation mit dem HSV aufbringen kann, die in der jetzigen Situation aber natürlich unabdinglich ist. Flamengo Rio de Janeiro soll laut „Kicker“ zudem weiter an einer Verpflichtung arbeiten.

Möglich, dass dafür schon bald Dominik Kaiser im Hamburger Mittelfeld Regie führen wird. Der 29-Jährige, dem RB Leipzig keine Steine in den Weg legen würde, soll zum Wechsel nach Hamburg bereit sein, allerdings erst nach dem HSV-Gastspiel in Leipzig am kommenden Wochenende. Die endgültige Entscheidung in der Causa Kaiser obliegt aber Hollerbach, dessen Planungen für das so wichtige zentrale Mittelfeld bislang noch nicht bekannt sind.