Borussia Dortmund: Neuer Leader gesucht – Bleibt Peter Stöger?

© Markus Unger from Vienna, Austria (2012-02-26_Dortmund01) [CC BY 2.0], Wikimedia

Von den Ergebnissen her ist die Welt bei Borussia Dortmund wieder in Ordnung. Nach einem mageren Start ins neue Jahr mit drei Unentschieden in Folge feierten die Schwarz-Gelben beim 1. FC Köln (3:2) und gegen den Hamburger SV (2:0) nun zwei Siege in Folge. Beide wurden zwar nicht unbedingt glanzvoll errungen, spülten aber insgesamt sechs Punkte aufs Konto, die im Kampf um die angepeilte Qualifikation für die Champions League wichtig sind.

Die beiden Erfolge bieten den Verantwortlichen vor dem Hinspiel in der Europa League am Donnerstag zu Hause gegen Atalanta Bergamo auch die Möglichkeit, ein wenig durchzuatmen. Klubboss Hans-Joachim Watzke etwa präsentierte sich am Sonntag beim „Wontorra-Talk“ auf „Sky“ recht meinungsfreudig und gab Einblick in einige Überlegungen die Zukunft betreffend. Die wohl wichtigste Personalie mit Blick auf die neue Saison ist die des Trainers. Der seit 10. Dezember amtierende Peter Stöger wird zwar immer wieder mit Spekulationen konfrontiert, im Sommer von Julian Nagelsmann abgelöst zu werden, doch der Österreicher spielt in den Dortmunder Planungen aktuell die Hauptrolle.

So erklärte Watzke unter Hinweis darauf, dass Stöger keines seiner bisherigen sieben Bundesliga-Spiele als BVB-Trainer verloren habe, dass „wir schön blöd wären, wenn wir das nicht fortsetzen würden, wenn er weiterhin keines verliert.“ Dass Watzke, der Vereinbarungen mit anderen Trainern klar dementierte, das Ganze mit Lob für Stögers Auftreten garnierte, lässt de Österreicher als aussichtsreichen Kandidaten als Dauerlösung erscheinen: „Er ist unaufgeregt, hat eine sehr, sehr gute Art, mit allen umzugehen, und passt gut ins Ruhrgebiet.“

Xabi Alonso als Idealvorstellung

Bedarf sieht Watzke derweil in der Mannschaft. Konkret vermisst der Klubboss einen zentralen Mittelfeldspieler, der in schwierigen Situationen vorangeht und sich auch gegen drohende Niederlagen mit aller Macht zur Wehr setzt. „Vielleicht fehlt ein Spieler, der nicht nur Doppelpass spielt, sondern auch mal dazwischenfegt“, so Watzke, der keinen Hehl aus seiner Verehrung für Xabi Alonso machte, der indes im letzten Jahr seine Karriere beendet hat.

Einen Spieler von dieser Güteklasse zu finden und nach Dortmund zu lotsen, dürfte nicht ganz einfach werden, könnte aber eine Schlüsselpersonalie sein. Denn fraglos ist es so, dass in der aktuellen Mannschaft Führungsspieler fehlen, die den anderen die Richtung vorgeben.