FC Bayern München: Bleibt Arturo Vidal doch? – Chilene kann sich Verlängerung vorstellen

Das von spanischen Medien am Ende der vergangenen Woche vermeldete Interesse des FC Bayern München an Max Meyer hat Sportdirektor Hasan Salihamidzic am Rande der Partie des Rekordmeisters gegen den FC Schalke 04 (2:1) am Samstagabend glaubthaft dementiert. Besonders schlagkräftige Argumente benötigte Salihamidzic dafür nicht, genügte doch schon der Verweis auf das vorhandene Personal auf Meyers Position im zentralen Mittelfeld, zu dem im Sommer auch noch Nationalspieler Leon Goretzka stößt.

Anstatt noch einen weiteren Mittelfeldmann hinzuzuholen gilt es vielmehr als wahrscheinlich, dass sich die Bayern noch von einem Akteur trennen werden. Dabei fielen in den vergangenen Wochen vor allem zwei Namen: Thiago und Arturo Vidal. Der Spanier Thiago gilt zwar als überragender Fußball, hat in München sein unbestrittenes Potential aber zu selten auf den Platz gebracht und vor allem in puncto Tore und Vorlagen zu wenig Effizienz an den Tag gelegt. Mit 26 Jahren ist der zudem von vielen Verletzungen zurückgeworfene Thiago im Vergleich zu Vidal deutlich jünger, was indes nicht zwingend heißen muss, dass letzterer im Sommer gehen muss.

Vidal wird zwar mit Vereinen wie dem FC Chelsea und Inter Mailand in Verbindung gebracht, doch wenn der 30 Jahre alte Chilene seinen bis 2019 laufenden Vertrag erfüllen will, wäre letztlich auch der FC Bayern machtlos.

Aktueller Vertrag endet im Juni 2019

Und Vidal machte nun gegenüber „Sport 1“ deutlich, keine Gedanken an eine Veränderung zu hegen: „Ich denke nicht an einen Wechsel. Ich fühle mich hier super wohl.“ Stattdessen brachte der Kämpfer eine Variante ins Gespräch, die bislang als recht unwahrscheinlich angesehen wurde: „Natürlich würde ich gerne verlängern! Das ist eine Option. Auch meine Kinder sind hier sehr glücklich.“

Selbstbewusst genug ist Vidal auf jeden Fall, um sich dem mit Goretzka und der Rückkehr Thiagos noch einmal wachsenden Konkurrenzkampf zu stellen: „Ich weiß nicht, ob ich hier schon einmal so gut war. Klar ist: Ich fühle mich sehr gut, vor allem körperlich. Und ich habe keine Probleme mit Verletzungen. Das hilft mir.“

Bleibt nur abzuwarten, ob die Münchner Verantwortlichen die gleiche Sichtweise haben. Und auch, ob man dazu bereit ist, den altersbedingt nötigen Umbruch noch für ein, zwei weitere Jahre aufzuschieben.