1. FC Köln: Jonas Hector ein Thema bei Juventus Turin? – Mehrere Abgänge drohen

Nur ein Punkt aus den letzten drei Spielen hat die zuvor dank dreier Siege in Folge entstandene Aufbruchstimmung beim 1. FC Köln wieder weitgehend zum Erliegen gebracht. Insbesondere die Art und Weise der 2:4-Niederlage am Samstag bei Eintracht Frankfurt weckte Zweifel daran, dass die Mannschaft nach den vorherigen Rückschlägen gegen den FC Augsburg (1:1) und gegen Borussia Dortmund (2:3) noch bedingungslos an das Wunder glaubt.

Schon die Partie am Samstag gegen Hannover 96 besitzt nun richtungsweisenden Charakter. Gelingt gegen die Niedersachsen kein Sieg, würde neben dem schon zehn Punkte entfernten rettenden Ufer wohl auch der Relegationsplatz, zu dem es momentan sieben Zähler sind, in immer weitere Ferne rücken. Überraschen freilich würde es am Ende niemanden, sollte der Weg der Geißböcke in die 2. Bundesliga führen. Zu groß war das Handicap mit nur drei Punkten aus den ersten 14 Spielen, als Trainer Stefan Ruthenbeck das Zepter von Peter Stöger übernommen hat.

Daher sind die Planungen am Geißbockheim schon seit Dezember zweigleisig ausgelegt mit dem Schwerpunkt auf einem Neuaufbau in Liga zwei. Dafür wurden mit Simon Terodde und Vincent Koziello bereits die beiden ersten neuen Spieler geholt, die aber natürlich auch im Oberhaus weiterhelfen sollen, was Terodde mit fünf Toren in fünf Spielen bereits hervorragend gelungen ist, Koziello bei lediglich einem Kurzeinsatz hingegen noch nicht.

Juventus blickt verstärkt nach Deutschland

Sollte es zum Sturz in die Zweitklassigkeit kommen, ließe sich ein größerer personeller Umbruch wohl kaum vermeiden. Ebenso wie einige schmerzhafte Abgänge. Denn dass Spieler wie Timo Horn, Jonas Hector oder Dominique Heintz, die individuell fraglos überdurchschnittliche Bundesliga-Qualität mitbringen, den Gang ins Unterhaus mitantreten würden, ist sehr unwahrscheinlich.

Gerade bei Nationalspieler Hector dürften die Interessenten Schlange stehen, vor allem auch aus dem Ausland. Nachdem der 27-Jährige schon in der Vergangenheit unter anderem mit Klubs aus der Premier League und dem FC Barcelona in Verbindung gebracht wurde, berichtet das Portal „les-transferts.com“, dass Juventus Turin ein Auge auf den Linksverteidiger geworfen haben soll. Vorstellbar wäre es, hat der italienische Meister den deutschen Markt doch verstärkt im Auge, wie die in der jüngeren Vergangenheit erfolgten Verpflichtungen von Medhi Benatia, Douglas Costa und Benedikt Höwedes zeigen.