VfL Wolfsburg: Wer wird neuer Trainer? – Ist Jens Keller der Favorit?

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Mit seinem Rücktritt am gestrigen Montag hat Trainer Martin Schmidt rund um den VfL Wolfsburg für eine Überraschung gesorgt. Der Schweizer Fußball-Lehrer war zwar nach den wenig überzeugenden Ergebnissen der letzten Monate und dem ausgebliebenen Aufschwung angezählt, sollte aber zumindest am Freitag im Kellerduell an alter Wirkungsstätte beim 1. FSV Mainz 05 noch auf der Bank der Wölfe sitzen.

Doch nach der späten 1:2-Niederlage am Samstag gegen den FC Bayern München reifte in Schmidt der Entschluss, die Brocken hinzuwerfen, von dem der 50-Jährige auch nicht mehr abzubringen war. „Diese entschlossene Haltung gilt es jetzt zu respektieren, wenngleich ich zugeben muss, dass mich dieser Schritt enttäuscht – auch gerade weil er unser Wunschtrainer für den VfL war“, kommentierte Sportdirektor Olaf Rebbe, der selbst Medienberichten zufolge vergangene Woche seinen Rücktritt angeboten haben soll, die Entscheidung Schmidts und nannte dessen Beweggründe: „Er will mit seinem Rücktritt den Weg freimachen, damit der VfL mit einem neuen Cheftrainer schnellstmöglich den Klassenerhalt sichern kann.“

Wie es nun weitergeht, ist offen. Bis zur nächsten Trainingseinheit am heutigen Dienstag um 16 Uhr wollen sich die Verantwortlichen äußern, wobei laut VfL-Aufsichtsrat Hans-Gerd Bode kein Plan B in der Schublade liegt. Die Spekulationen um die Nachfolge Schmidts haben freilich direkt am Montag mächtig Fahrt aufgenommen.

Viele Spekulationen – Keller und Weinzierl die Favoriten?

Mit am häufigsten genannt wird der Name Jens Keller. Der im Dezember etwas überraschend beim 1. FC Union Berlin beurlaubte Fußball-Lehrer genießt in der Branche einen guten Ruf und hat zudem als Kapitän der Aufstiegsmannschaft von 1997 eine positive Wolfsburger Vergangenheit. Der einzige Kandidat dürfte Keller aber kaum sein.

So gilt auch Markus Weinzierl als heißer Kandidat, der vor kurzem auch beim Hamburger SV im Gespräch war, zuvor allerdings einen noch bis 2019 laufenden und gut dotierten Vertrag beim FC Schalke 04 auflösen müsste.

Intern diskutiert wird laut „Bild“ außerdem über Lucien Favre, Bruno Labbadia und Andre Schubert. Favre, der praktisch immer gehandelt wird, wenn in der Bundesliga ein Trainerposten frei wird, besitzt allerdings bei OGC Nizza einen gültigen Vertrag und dürfte kaum ohne Weiteres zu bekommen sein. Labbadia und Schubert wären dagegen vereinslos und sofort verfügbar. Als Ideallösung gelten beide gleichwohl nicht.