FC Bayern München: Verlängerung mit Robben und RIbery fraglicher denn je

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Der FC Bayern München steht nach dem 5:0-Sieg gegen Besiktas Istanbul schon vor dem Rückspiel in der Türkei mit eineinhalb Beinen im Viertelfinale der Champions League. Doch trotz dieses Erfolges, der bereits jetzt so gut wie sicheren sechsten Meisterschaft in Folge und der vor dem Halbfinale im DFB-Pokal bei Bayer Leverkusen intakten Chance auf das Double sowie 23 Siegen in den bisherigen 24 Spielen unter Trainer Jupp Heynckes ist an der Säbener Straße nicht nur eitel Sonnenschein angesagt.

Grund dafür ist die Reservistenrolle der langjährigen Superstars Arjen Robben und Franck Ribery beim Anpfiff gegen Besiktas. Robben kam zwar noch vor der Pause für den angeschlagenen James Rodriguez ins Spiel, machte anschließend bei „Sky“ aber kein Geheimnis aus seiner Verstimmung. Ribery, der nur die letzten neun Minuten ran durfte, verkniff sich derweil jedwede Äußerung, dürfte indes ähnlich wie Robben nicht glücklich nach Hause gefahren sein.

Der Erfolg freilich gibt Heynckes ebenso recht wie die Leistungen von Kingsley Coman und Thomas Müller, die auf den Offensivpositionen hinter dem gsetzten Robert Lewandowski den Vorzug vor den beiden Altstars erhielten. Dennoch wird öffentlich sehr viel über Robben und Ribery diskutiert, die beide unbestritten ihre Verdienste haben, aber ebenso unzwiefelhaft in fortgeschrittenem Alter nicht mehr die Extraklasse der Vergangenheit besitzen.

Coman immer stärker – Gnabry kommt

Noch immer können Robben und Ribery an guten Tagen den Unterschied machen, doch diese Tage werden weniger. Innerhalb des Vereins dürfte es durchaus ein Thema sein, die auslaufenden Verträge mit dem 34-jährigen Niederländer und dem bald 35 Jahre alten Franzosen nicht mehr zu verlängern und so den ohnehin überfälligen Umbruch richtig voranzutreiben. Mit dem immer stärker werdenden Coman ist ein Nachfolger bereits gefunden und mit Serge Gnabry, der nach einjähriger Ausleihe von der TSG 1899 Hoffenheim kommt, wird ein ab Sommer ein weiterer Flügelspieler mit Potential zum Kader gehören.

Im Raum stehen zudem Spekulationen, dass sich die Bayern mit Christian Pulisic (Borussia Dortmund) und Leon Bailey (Bayer Leverkusen) beschäftigen sollen. Und es wäre nicht abwegig, würden die Münchner die hohen Gehälter von Ribery und Robben lieber anderweitig investieren, zumal die Partie gegen Besiktas zumindest hat erahnen lassen, dass ein immer öfter auf der Bank sitzender Robben für Unruhe sorgen könnte.