Werder Bremen: Wer geht, wenn Möhwald kommt? – Delaney bei lukrativem Angebot weg?

Offiziell hat sich zwar noch immer niemand dazu geäußert, doch seit Tagen pfeifen es die Spatzen an der Weser von den Dächern, dass sich der SV Werder Bremen zur neuen Saison mit Kevin Möhwald vom 1. FC Nürnberg verstärken wird. Weil der Vertrag des 24 Jahre alten Mittelfeldspielers, der bei der gestrigen o:1-Niederlage des FCN bei Arminia Bielefeld angeschlagen ausgewechselt werden musste, am 30. Juni ausläuft, wird keine Ablöse fällig.

Werder wäre damit fraglos ein exzellenter Griff gelungen, zumal auch andere Bundesligisten wie die TSG 1899 Hoffenheim oder der FC Schalke 04 Möhwald auf dem Zettel gehabt haben sollen. Dass der Wechsel noch nicht offiziell verkündet worden ist, könnte derweil auch daran liegen, dass Möhwald nur einen Vertrag für die Bundesliga erhalten könnte und Werder zunächst noch den Klassenerhalt schaffen muss. Dass der 1. FSV Mainz 05 am Freitagabend mit 0:1 gegen den FC Schalke 04 verloren hat, dürfte man in Bremen zufrieden vernommen haben, können sich die Grün-Weißen doch nun mit einem Sieg am Montag gegen den 1. FC Köln schon ein kleines Polster auf den Relegationsplatz verschaffen.

Und natürlich würde mit einem Dreier gegen die Geißböcke auch der Klassenerhalt näher rücken. Je früher der Ligaerhalt perfekt gemacht werden kann, umso besser wäre es für die Planung der neuen Saison, die neben der Personalie Möhwald noch weitere Verstärkungen vorsehen dürfte.

Delaney in England begehrt

Möglich ist allerdings auch, dass Spieler den Verein verlassen, die man eigentlich gerne halten würde. So ist etwa insbesondere die angedachte Vertragaverlängerung mit Zlatko Junuzovic alles andere als sicher, ist der Österreicher doch nicht begeistert darüber, dass sein Arbeitspapier künftig geringere Zahlen enthalten soll.

Den Kaderplatz von Junuzovic könnte durchaus Möhwald einnehmen, der aber auch für einen anderen Mittelfeldspieler kommen könnte. Während sich Jerome Gondorf, der meist nur eine Nebenrolle spielt, von sich aus Gedanken machen könnte, sind lukrative Angebote für Thomas Delaney nicht ausgeschlossen. Für den dänischen Nationalspieler gibt es wohl vor allem in England einen Markt und angesichts der dort üblichen Summen wäre es keine Überraschung, würde Werder ein Ablöseangebot in zweistelliger Millionenhöhe ins Haus flattern. Denkbar, dass Werder dann schwach würde.