VfB Stuttgart: Noch keine Gespräche mit Holger Badstuber – Tendenz geht zum Abschied

von Michael Kranewitter (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Dank des jüngsten Aufschwungs seit dem Trainerwechsel von Hannes Wolf zu Tayfun Korkut hat der VfB Stuttgart in Sachen Klassenerhalt alle Trümpfe in der Hand. 34 Punkte haben die Schwaben bislang auf dem Konto und damit neun Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz. Der direkte Abstieg dürfte angesichts von 16 Punkten Vorsprung auf den Hamburger SV schon jetzt kein Thema mehr sein.

Für die Verantwortlichen um Sportvorstand Michael Reschke und Coach Korkut zeichnet sich aufgrund der letzten Erfolge eine gute Ausgangsposition für die Planung der neuen Saison ab. Schon jetzt kann der VfB in den Gesprächen mit potentiellen Neuzugängen mit der klaren Perspektive Bundesliga werben, was im Vergleich zu einigen Konkurrenten auf Augenhöhe, die noch deutlich mehr um den Klassenerhalt bangen müssen oder die noch in der 2. Bundesliga um den Aufstieg kämpfen, fraglos ein Vorteil ist.

Natürlich will vor allem Reschke die nahende Planungssicherheit auch dafür nutzen, um im vorhandenen Kader die Baustellen abzuarbeiten. Im Falle von Holger Badstuber, der im August erst spät und begleitet von einiger Skepsis im Umfeld verpflichtet wurde, sich dann aber zum Leistungsträger aufgeschwungen hat, lassen die Gespräche indes noch auf sich warten.

Badstuber hält sich alle Türen offen

„Ich habe ja schon in der Win­ter­pau­se ge­sagt, dass ich nicht so weit ins Vor­aus pla­nen möch­te. Und das gilt immer noch“, bestätigte Badstuber nun in „Bild“, dass er bisher weder mit dem VfB über eine Verlängerung noch mit anderen Vereinen über einen Wechsel gesprochen hat. Nichtsdestotrotz gibt es wohl durchaus Interesse am Ex-Nationalspieler, der etwa vergangene Woche mit Lazio Rom in Verbindung gebracht wurde.

Festlegen will sich Badstuber aktuell noch in keinster Weise, doch die Aussagen des Innenverteidigers in „Bild“ lassen erahnen, dass die Tendenz eher zum Abschied gehen dürfte: „Ich bin für alles offen. Aber ich habe ja immer wie­der ver­lau­ten las­sen, dass ich gerne noch mal in­ter­na­tio­nal spie­len möch­te. Daran hat sich nichts ge­än­dert.“

Dass er zuletzt von Coach Korkut teilweise im defensiven Mittelfeld und nicht auf seiner Lieblingsposition in der Innenverteidigung eingesetzt wurde, könnte bei der Entscheidungsfindung in den nächsten Wochen durchaus auch eine Rolle spielen.