VfB Stuttgart: Benjamin Pavard im Sommer praktisch unverkäuflich

Der VfB Stuttgart befindet sich seit dem Trainerwechsel von Hannes Wolf zu Tayfun Korkut und bemerkenswerten 14 Punkten aus zwölf Spielern klar auf dem Weg zum Klassenerhalt. Noch ist der Ligaverbleib zwar nicht sicher, doch neun Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz erlauben es den Verantwortlichen um Sportvorstand Michael Reschke durchaus, bereits jetzt die Planungen für die neue Saison voranzutreiben.

Während in diesem Zusammenhang bei Holger Badstuber, dessen Vertrag nach nur einem Jahr wieder ausläuft und der sich erst relativ spät entscheiden will, abgewartet und ein Abgang einkalkuliert werden muss, ist Ben­ja­min Pa­vard als fester Bestandteil auch des künftigen VfB eingeplant.

Zwar ist es mittlerweile ein offenes Geheimnis, dass der französische Defensivmann längst bei internationalen Spitzenklubs mit ganz anderen Mitteln als der VfB auf dem Zettel steht, doch an einen Verkauf im Sommer verschwendet Sportvorstand Reschke in „Bild“ keinen Gedanken: „Wenn jetzt im Som­mer ein Klub glaubt, ihn für 30 Millionen Euro Ab­lö­se ver­pflich­ten zu kön­nen, hat sich die­ser Klub ge­irrt. Wir wür­den noch nicht ein­mal die Tür für ein Ge­spräch öff­nen.“

Reschke will Pavard den Weg nicht verbauen

Vielmehr sieht Reschke den 21-Jährigen, der in Stuttgart den Sprung in die französische Nationalmannschaft geschafft hat und von der WM 2018 träumen darf, beim VfB auch kommende Saison noch an der richtigen Stelle und betont zugleich, Pavard den Weg nicht verbauen zu wollen, wenn die Zeit reif ist: „Ben­ja­min Pa­vard ist ein­deu­tig auf dem Weg vom Aus­nah­me­ta­lent zum in­ter­na­tio­na­len Top­spie­ler. Wir sind dabei ak­tu­ell der idea­le Klub für Ihn – und das fühlt er auch. Wenn dann in der Zu­kunft ein­mal ein Klub der eu­ro­päi­schen Top 10 ech­tes In­ter­es­se an einer Ver­pflich­tung hat, wer­den wir uns se­ri­ös zu­sam­men­set­zen. Das wis­sen Ben­ja­min und sein Be­ra­ter.“

Nachdem zuletzt unter anderem Tottenham Hotspur Interesse nachgesagt wurde, dürfte Pavard bei gleichbleibenden oder sogar noch besseren Leistungen zunehmend in den Fokus insbesondere der englischen Premier League rücken. Schon eine Nominierung für Frankreichs WM-Kader würde den Marktwert des Verteidigers weiter erhöhen, dessen im Sommer 2016 für fünf Millionen Euro Ablöse vom OSC Lille getätigte Verpflichtung schon jetzt als absoluter Glücksgriff gewertet werden kann, zumal Pavard seinen Vertrag zwischenzeitlich bis 2021 verlängert hat.