1. FC Köln: Leonardo Bittencourt kann sich Verbleib vorstellen – Ist Lukas Podolski ein Thema?

Beim 1. FC Köln kann bzw. muss man seit dem vergangene Wochenende mit einiger Sicherheit für die 2. Bundesliga planen, scheint der Klassenerhalt bei sechs Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz und der deutlich schlechteren Tordifferenz bei nur noch fünf ausstehenden Partien nicht mehr realistisch. Und man darf natürlich davon ausgehen, dass Geschäftsführer Armin Veh seine Hausaufgaben erledigt und längst die Mission Wiederaufstieg plant.

Bevor es konkret um mögliche Neuzugänge wie den österreichischen Nationalspieler Louis Schaub, der Rapid Wien dem Vernehmen nach dank einer Ausstiegsklausel für 3,5 Millionen Euro verlassen kann, geht, wird Veh zunächst im vorhandenen Kader so weit wie möglich Klarheit schaffen wollen – und natürlich in der Trainerfrage, wobei die Spatzen immer lauter von den Dächern pfeifen, dass der aktuell mit Holstein Kiel noch im Aufstiegsrennen zur Bundesliga steckende Markus Anfang im Sommer die Nachfolge von Stefan Ruthenbeck antreten wird.

Die Kaderplanung hat derweil ihre Tücken, besitzen doch nicht wenige Leistungsträger Ausstiegsklauseln, die offenbar bis Ende Mai gezogen werden können. Bei Spielern wie Timo Horn, Jonas Hector, Jorge Mere oder Dominique Heintz droht somit eine Hängepartie. Ebenso bei Leonardo Bittencourt, der ebenfalls über eine Klausel verfügt und für rund acht Millionen Euro wechseln könnte. Trotz dieser Option sowie dem Interesse von renommierten Klubs wie Tottenham Hotspur und dem AS Monaco ist für Bittencourt aber auch ein Verbleib in Köln eine Alternative.

Treffen mit Podolski

„Natürlich mache ich mir Gedanken. In Köln habe ich alles, was mich glücklich macht. Vieles spricht für Köln. Ich fühle mich pudelwohl. Dann gehe ich mit runter und bade die Sache mit den Jungs gemeinsam aus. Aber es ist eben noch keine Entscheidung gefallen“, ließ Bittencourt in „Bild“ seine Zukunft letztlich noch offen.

Möglicherweise hängt Bittencourts Entscheidung auch davon ab, wie sich der FC für die neue Saison aufstellt. Dass dann Lukas Podolski nochmal mit dem Geißbock auf der Brust zu sehen sein wird, ist eher unwahrscheinlich. Vize-Präsident Toni Schumacher und Geschäftsführer Alexander Wehrle trafen sich zwar in dieser Woche mit dem kölschen Idol während einer Japan-Reise, doch Wehrle machte gegenüber dem „Express“ deutlich, dass dabei eine Rückkehr Podolskis als Spieler aktuell kein Thema ist: „Um eine Rückholaktion für Lukas ging es nicht, er hat noch anderthalb Jahre Vertrag in Kobe und fühlt sich sehr wohl.“