Eintracht Frankfurt: Wer folgt auf Niko Kovac? – Markus Weinzierl als Top-Kandidat

Nachdem am späten Donnerstagabend mehrere Medien übereinstimmend vom bevorstehenden Wechsel von Niko Kovac zum FC Bayern München berichteten, ging es am gestrigen Freitag bei Eintracht Frankfurt schnell. Schon als die Pressekonferenz auf 15 Uhr verschoben wurde, war zu erahnen, dass es Wichtiges zu verkünden gab, was dann aber keine Überraschung mehr war, zumal der FC Bayern die Kovac-Verpflichtung bereits zur Mittagszeit bekannt gab.

Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic machte dann auf der PK keinen Hehl aus seiner Verärgerung. Zwar respektiert Bobic die Entscheidung von Kovac für den FC Bayern, doch an dessen Vorgehensweise ohne Kontaktaufnahme mit der Eintracht übte der Frankfurter Sportvorstand ebenso Kritik wie an den Indiskretionen am Donnerstag: „Dass innerhalb kürzester Zeit Informationen nach außen geflossen sind, sicherlich nicht aus Frankfurt, ist sehr ärgerlich, unprofessionell und respektlos. Das sind Dinge, die ich auf dem Niveau, auf dem wir uns in der Bundesliga unter Kollegen bewegen, nicht kennengelernt habe.“

Den Ärger freilich wird Bobic schnell verarbeiten müssen, um einen geeigneten Nachfolger für Kovac zu finden, was nach dessen erfolgreicher Arbeit über zwei Jahre hinweg nicht ganz einfach werden dürfte. Nach den Gerüchten der letzten Wochen und Monate hat Bobic indes schon vor der Kovac-Demission den Markt sondiert und Möglichkeiten abgeklopft. Auf der PK jedenfalls verriet der ehemalige Nationalspieler, durchaus vorbereitet zu sein.

Gerüchte auch um Rose und Kocak

Natürlich sind direkt erste Spekulationen darüber aufgekommen, wer im Sommer in die Fußstapfen von Kovac treten könnte. Am heißesten gehandelt wird aktuell Markus Weinzierl, der seit seinem Ende beim FC Schalke 04 im letzten Sommer zwar mehrere Anfragen vorliegen hatte, aber stets ablehnte und offenbar auf einen passenden Klub warten wollte. Dieser könnte nun die Eintracht sein, die allerdings wohl noch weitere Namen auf der Agenda stehen hat.

Laut „Bild“ spielen auch Marco Rose, der gerade mit Red Bull Salzburg den Einzug ins Halbfinale der Europa League geschafft hat, und Kenan Kocak vom SV Sandhausen, der in seinm bis 2020 laufenden Vertrag über eine Ausstiegsklausel verfügt, in den Frankfurter Überlegungen eine Rolle.

Gerüchteweise gehandelt werden zudem der im Dezember bei Union Berlin entlassene Jens Keller und Peter Stöger, sollte dessen Amtszeit bei Borussia Dortmund wie allgemein erwartet im Sommer schon wieder enden.