1. FC Köln: Kenny Redondo im Blick? – Kaum mehr Hoffnung auf die Rettung

Als Leonardo Bittencourt den 1. FC Köln in Führung brachte und die Geißböcke bei Hertha BSC mit einer 1:0-Führung in die Pause gingen, keimte noch einmal Hoffnung auf, doch noch die Rettung schaffen zu können. Kurz nach der Halbzeit kassierte der FC aber binnen vier Minuten zwei Gegentore und verlor letztlich mit 1:2.

Der Glaube an den Ligaerhalt ist damit weiter geschwunden und es ist auch nicht mehr wirklich realistisch, noch auf den 16. Platz oder mehr zu hoffen. Das räumte auch Torschütze Bittencourt nach dem Spiel gegenüber „Bild“ offen ein: „Ich habe nicht mehr viel Hoffnung. Wir müssen jetzt auch ehrlich sein, sind Profis genug und können die Tabelle lesen.“

Das Positive an der aktuellen Situation ist, dass der 1. FC Köln nun schon Wochen vor dem Saisonende weitgehend Planungssicherheit hat und somit konkret den Kader für die Mission Wiederaufstieg, die alternativlos ist, zusammenzustellen. In den kommenden Tagen dürfte Geschäftsführer Armin Veh die Gespräche mit den nicht wenigen Spielern, die für den Abstiegsfall eine Ausstiegsklausel haben, intensivieren und deren Bereitschaft, in die 2. Liga mitzugehen, abklopfen.

Sobiech und Schaub als erste Neue?

Sicherlich auch in Absprache mit dem neuen Trainer, der aller Voraussicht nach Markus Anfang heißen wird und relativ zeitnah offiziell vorgestellt werden soll. Mit Anfang dürfte Veh dann auch besprechen, welche Spieler neu hinzugeholt werden sollen, um vorhandene oder durch Abgänge entstehende Lücken im Kader zu schließen.

Als sicher gilt bereits die ablösefreie Verpflichtung von Innenverteidiger Lasse Sobiech vom FC St. Pauli und heiß gehandelt wird auch der offensive Mittelfeldspieler Louis Schaub von Rapid Wien, der für 3,5 Millionen Euro kommen könnte.

Laut dem Portal „fussballtransfers.com“ spielt in den Kölner Überlegungen auch Kenny Prince Redondo vom 1. FC Union Berlin eine Rolle. Der 24-Jährige, dessen größte Stärke sicherlich eine enorme Schnelligkeit ist, wurde in jüngerer Vergangenheit zwar immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen, hat sein Potential aber zwischendurch immer wieder aufblitzen lassen. Ob der Deutsch-Spanier, der aus einem bis 2019 laufenden Vertrag herausgekauft werden müssten, den FC entscheidend weiterbringen würde, bliebe freilich abzuwarten. Dass es Veh erkannt hat, dass es auf den offensiven Außenbahnen an Tempo mangelt, ist aber sicherlich etwas, dass den FC-Fan zuversichtlich stimmen darf.