FC Schalke 04: Suat Serdar kommt wohl – Jean-Philippe Gbamin auch?

Der FC Schalke 04 hat auch eine Woche nach der perfekt gemachten Vize-Meisterschaft noch einmal Charakter gezeigt und die Saison mit einem 1:0-Sieg gegen Eintracht Frankfurt erfolgreich abgeschlossen. Dass mit dem Erfolg gegen die Hessen die Revanche für das bittere Aus im Halbfinale des DFB-Pokals gelungen ist, rundet das Spieljahr aus königsblauer Sicht ein Stück weit ab, wenngleich man natürlich lieber am nächsten Wochenende nach Berlin gefahren wäre.

Was in dieser Saison nicht war, kann in der kommenden Spielzeit aber sein. Um erneut richtig gut abzuschneiden und die Doppelbelastung durch die Champions League schultern zu können, muss Manager Christian Heidel zusammen mit Trainer Domenico Tedesco aber den Kader sowohl in der Spitze als auch in der Breite verstärken. Insbesondere auch deshalb, weil mit Max Meyer (noch ohne neuen Klub) und Leon Goretzka (FC Bayern München) zwei Akteure gehen, die zumindest über weite Teile der Saison eine wichtige Rolle spielten.

Während für die Innenverteidigung mit Salif Sane (Hannover 96) und für den Angriff mit Mark Uth (TSG 1899 Hoffenheim) bereits zwei Hochkaräter mit nachgewiesener Bundesliga-Qualität verpflichtet werden konnten, ist für das zentrale Mittelfeld als Ersatz für Meyer und Goretzka wohl auch mindestens mit zwei Neuen zu rechnen.

Gbamin zu teuer?

Tendenziell eher nicht nach Schalke kommen wird Sebastian Rudy, der ebenso wie der FC Bayern München eine Anfrage der Königsblauen bezüglich einer Ausleihe sehr reserviert aufgenommen haben soll.

Dafür wird sich Schalke mit hoher Wahrscheinlichkeit beim 1. FSV Mainz 05 bedienen. Der Mainzer Manager Rouwen Schröder bestätigte am gestrigen Samstag bei „Sky“, dass Suat Serdar von einer Ausstiegsklausel Gebrauch machen und den Verein für fixe 10,5 Millionen Euro verlassen wird. Wohin Serdar wechselt, verriet Schröder noch nicht, doch bereits zuvor hatten „Bild“ und „Kicker“ übereinstimmend berichtet, dass es das Mittelfeldtalent nach Schalke zieht.

Nicht ausgeschlossen, dass auch noch ein zweiter Mainzer nach Gelsenkirchen kommt. Zumindest gerüchteweise gehandelt wird bereits seit einiger Zeit Jean-Philippe Gbamin, der sowohl als Sechser als auch in der Innenverteidigung spielen kann. Für den 22 Jahre alten Franzosen soll Mainz aber rund 30 Millionen Euro Ablöse aufrufen, die Schalke aber kaum zu zahlen bereit sein dürfte.