Hannover 96: Bleibt Niclas Füllkrug unverkäuflich? – Dominique Heintz eher kein Thema

© von Tim Rademacher (Eigenes Werk) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

Dass der SV Werder Bremen offenbar kurz vor der Verpflichtung von Yuya Osako steht, der den 1. FC Köln dank einer Ausstiegsklausel für rund sechs Millionen Euro verlassen kann, nimmt man bei Hannover 96 enttäuscht zur Kenntnis.

„Wir hätten Osako gern gehabt, er stand bei uns auf der Liste“, machte Klubboss Martin Kind in der „Neuen Presse“ kein Geheimnis daraus, dass auch Hannover beim Japaner seinen Hut in den Ring geworfen hatte. Ein anderer Noch-Kölner stößt bei 96 hingegen allem Anschein nach auf weniger Interesse. Kind bestätigte zwar, dass der ebenfalls mit einer Ausstiegsklausel ausgestattete Dominique Heintz angeboten wurde, doch der Innenverteidiger scheint eher kein Thema zu sein.

Anders als ein ehemaliger Kölner, der wie Heintz am liebsten den linken Part in der Innenverteidigung spielt. Bezüglich Kevin Wimmer deutete Kind an, dass ein Transfer an Stoke City hängt: „Mit dem Spieler wäre man sich einig, aber es gibt auch noch einen Verein.“ Knackpunkt ist offenbar die Ablöse, will Hannover den Österreicher doch anders als bislang angenommen offenbar doch nicht nur ausleihen, sondern fest verpflichten. Und nachdem Stoke vor einem Jahr knapp 20 Millionen Euro an Tottenham Hotspur überwiesen hat, wäre nur nachvollziehbar, wenn der englische Erstliga-Absteiger Wimmer nun nicht zum Schnäppchenpreis abgeben möchte.

Keine Ausstiegsklausel bei Füllkrug

Für kleines Geld verkaufen wird Hannover unterdessen sicherlich auch keinen Leistungsträger. Insbesondere Torjäger Niclas Füllkrug nicht, der mit 14 Saisontoren aber andernorts Begehrlichkeiten geweckt hat. Gerade Vereine aus der Premier League wie Newcastle United, der FC Watford oder Leicester City sollen ein Auge auf den 96-Angreifer geworfen haben, bei dem Klubboss Kind in „Bild“ einen Wechsel aktuell aber ausschließt: „Füllkrug hat keine Ausstiegsklausel. Daher macht es keinen Sinn, sich damit zu beschäftigen.“

Dass Kind davon spricht, dass Füllkrug „ERST MAL unverkäuflich“ sei, lässt indes auch eine gewisse Gesprächsbereitschaft bei einem unmoralischen Angebot erahnen. Eine Schmerzgrenze verneint Kind allerdings: „Wenn man einen Füllkrug abgeben würde, z.B. für acht oder 10 Mio, dann bräuchte man ja auch Ersatz und würde vielleicht mehr ausgeben müssen als man einnimmt. Das macht keinen Sinn. Wir planen mit ihm.“

Abzuwarten bleibt freilich, was passiert, wenn ein anderer Klub wirklich mit einer Offerte über 15 oder 20 Millionen Euro kommt. Und dass derlei Summen gerade in England keine Seltenheit sind, zeigt nicht zuletzt das Beispiel Wimmer.